Clean Eating – neuer Food-Trend?

Clean Eating – Ein Schlagwort, das man in letzter Zeit immer häufiger lesen und hören konnte. Wörtlich übersetzt bedeutet das „sauberes Essen“ … Doch was genau verbirgt sich dahinter? Was ist „Clean Eating“? Und wie geht das? Gemeint ist mit „Sauber“ nicht die Hygiene, sondern die Natürlichkeit.

Du bist was du isst – Was ist Clean Eating?

Clean Eating ist keineswegs die neueste Diät-Wunderkur, die verspricht möglichst viel in möglichst kurzer Zeit abzunehmen. Vielmehr ist es eine Philosophie, die zu einem ganzheitlich gesunden Lebensstil anleiten möchte.

Die Ernährungsberaterin Tosca Reno ist die Begründerin des „Clean Eatings“. Sie erklärt, dass unsere Ernährung, deutlich dafür verantwortlich ist, wie wir uns fühlen. Wenn man schlechtes isst, fühlt man sich schlecht. Dann aber muss ja auch das Umgekehrte gelten: wer besonders gut isst, fühlt sich auch besonders gut. Laut „Clean Eating“-Konzept müssen wir unserem Körper geben, was er braucht, aber wir sollten auf unnötigen Ballast verzichten.

Worauf kommt es an?

Erlaubt ist: Alles! Solange es natürlich ist. Vom Speiseplan gestrichen sind industriell verarbeitete Lebensmittel mit künstlichen Zusätzen. Es geht dabei um einen bewussten Umgang mit dem Körper und der Nahrung – nicht ums Kalorienzählen.

Es gibt einige klare Grundregeln:

  1. Essen Sie bewusst, kleine Portionen, dann, wenn Sie Hunger haben. Achten Sie auf Ihr Sättigungsgefühl.
  2. Reduzieren Sie Kochsalz. Der Körper speichert (auch zu hohe Mengen) Salz in den Nieren und lagert dann wiederum Wasser ein, um die optimale Salzkonzentration im Körper zu halten.
  3. Kombinieren Sie Eiweiße und Kohlenhydrate – der Mix sorgt für ein rundes Geschmackserlebnis und der Stoffwechsel wird reguliert, Heißhunger bleibt aus.
  4. Nehmen Sie ungesättigte Fette zu sich: Lein-, Raps- und Walnussöl, Avocado, Nüsse und Fisch. Reduzieren Sie gesättigte Fette wie in Sahne, Käse oder Leberwurst. Auch auf gehärtete Fette (Transfette) in Margarine oder Chips sollten Sie meiden, denn diese können zu einem erhöhten Cholesterinspiegel und Bluthochdruck führen.
  5. Sparen Sie am Zucker und verzichten Sie vollständig auf künstliche Süßstoffe wie Aspartam.
  6. Streichen Sie alle Zusatzstoffe wie Farb-, Konservierungs- und Aromastoffe. Unser Körper ist gar nicht dazu gemacht, diese zu verarbeiten.
  7. Essen Sie Obst und Gemüse nach Saison – diese sind einfach am frischesten, enthalten am meisten Vitamine und Mineralstoffe. Und: der saisonale Wechsel sorgt für Abwechslung.
  8. Verzichten Sie nicht aufs Frühstück. Morgens müssen die Energiereserven für den Tag wieder aufgefüllt werden. Optimal ist eine Protein-Kohlenhydrat-Mischung, wie zum Beispiel Müsli mit Joghurt.
  9. Viel Trinken – möglichst Wasser, wenig Alkohol!

Was kann ich dann noch essen?

Sie können sehr viel essen 😉 Dabei soll der wahre Geschmack der Lebensmittel in den Vordergrund treten und nicht mehr süß oder salzig. Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten in der Regel viel zu viel Zucker oder Salz. Ganz einfach ausprobieren lässt sich das bei einem Joghurt mit Früchten. Während ein fertig gekaufter Erdbeerjoghurt sehr süß ist, schmeckt ein Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren einfach säuerlich nach Joghurt und herrlich frisch nach Erdbeeren.

Alle natürlichen Lebensmittel können Sie nach Lust und Laune genießen: Gemüse und Obst, Nüsse und Kerne, Fleisch und Fisch, Reis und Kartoffeln, Milch und Milchprodukte und auch Kräuter und Gewürze.

Für wen ist es geeignet?

Risiken gibt es bei dieser Ernährungsform eigentlich nicht. Es handelt sich um eine ausgewogene Mischkost, mit der Sie sich auf jeden Fall etwas Gutes tun. Darüber hinaus gehende Wirkungen oder Versprechen wie weniger Kopfschmerzen, reinere Haut, Abnehmen, mehr Konzentration etc. sind wissenschaftlich nicht belegt.

Geeignet ist es grundsätzlich für jeden, nicht zu letzt da es sich auch flexibel anpassen lässt, beispielsweise an eine glutenfreie Ernährung. Auch sind die empfohlenen sechs Mahlzeiten am Tag nicht für jeden umsetzbar. Aber Sie können sich heraus picken, was Ihnen gut tut.

Eat good, feel good.

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