Eiersuche & Co. – Ostern in Familie

Eiersuche: Hinter der Tür oder doch unter dem Bett – wo könnte das nächste Osterei zu finden sein? Laut einer alten Tradition hat der Osterhase am Ostersonntag sein Werk errichtet und überall Eier und kleine Süßigkeiten versteckt. Wer diese findet, der darf sie behalten. Die Eiersuche am Ostersonntag ist besonders bei Kindern sehr beliebt, weshalb viele Familien sich Jahr für Jahr mit ihren Liebsten auf die Ostereier-Suche begeben.

Eiersuche: Warum machen wir das?

Eier suchenDie Eiersuche macht besonders innerhalb der Familie großen Spaß, keine Frage. Haben Sie sich jedoch nicht schon einmal gefragt, wieso wir an Ostern bunt bemalte Eier verstecken und suchen?

In der Kulturgeschichte des Menschen trifft man schon früh Eier an. Sie wurden beispielsweise im 4. Jahrhundert als Grabbeigabe in römisch-germanischen Gräbern gefunden und galten zeitweise als Pachteinheit. Ab dem 12. Jahrhundert sind die ersten Ostereier belegt. Zu dieser Zeit dienten Eier oft als Zins oder als Geschenk der Paten. Auch schenkten junge Mädchen ihren Angebeten eine bestimmte Anzahl von Eiern, die Stärke der Zuneigung bestimmte die Anzahl.

In Verbindung mit dem christlichen Glauben und der Auferstehung Jesu stehen sie als Zeichen für neues Leben und für Fruchtbarkeit. Zudem sind sie ein Zeichen für Unendlichkeit, da sie weder einen Anfang noch ein Ende haben – und gehören zu Ostern als Fest der Auferstehung. Bereits seit dem 16. Jahrhundert werden Eier zu Ostern als Geschenke weitergegeben.

Bedeutung der Bemalung

Eiersuche Der Brauch Eier zu bemalen hatte früher einen ganz praktischen Nutzen: Während der Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden. Aber man konnte die Hühner schlecht davon abhalten, Eier zu legen. Um die Eier haltbar zu machen wurden sie hart gekocht. Und um die hartgekochten von rohen Eiern unterscheiden zu können, wurden die gekochte Eier bunt gefärbt.

Was die Farben betrifft steht zum Beispiel rot für Kraft, Liebe und Lebensfreude. Rote Eier wurden bereits in vorchristlicher Zeit als Fruchtbarkeitssymbole verschenkt. Grün soll Hoffnung, Neubeginn und Glück symbolisieren und Blau steht für Unglück und Kälte. Gelbe Eier werden oft mit Licht, Sonne, Helligkeit und Hoffnung verbunden und stehen im übertragenen Sinne für den Wunsch nach Erleuchtung. Die Farbe Orange symbolisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz und ein weißes Osterei symbolisiert Reinheit. Goldene Eier standen damals für Kostbarkeit.

Auch Mustern kann man eine Bedeutung zuordnen. Endlose Linien sollen beispielsweise für ewiges Leben stehen, Wellen symbolisieren Wasser und Dreiecke die Dreifaltigkeit. Neben den normalen Mustern existieren noch eine Reihe christlicher Symbole und Kürzel. Punkte oder Tropfen auf einem Osterei sollen die Tränen Marias symbolisieren.

Moderne Osterbräuche

Erst seit dem 19. Jahrhundert werden Ostereier versteckt und gesucht – die Eiersuche ist eine kindgemäße Gestaltung des Osterfestes. Für Familien mit kleinen oder großen Kindern ist Ostern heute oft einfach eine schöne Gelegenheit, Familienzeit zu genießen, bei einem leckeren Essen zusammen zu sitzen, zu lesen, zu basteln oder einen Ausflug zu machen.

Vielerorts wird mit einem großen Osterfeuer der Frühling begrüßt. Große und kleine Kinder sind davon fasziniert und auch die Eltern lassen sich gern verzaubern. Gemeinsames Basteln und Eierfärben gehört für viele Familien fest zu den Ostervorbereitungen. Ein Highlight kann ein schöner Osterspaziergang sein, auf dem hier und da ein Ei auftaucht, Eier gerollt und „geditscht“ werden. Um alle Geschmäcker zu versöhnen erfreut sich ein familiärer Osterbrunch immer größerer Beliebtheit. Neben Lammbraten, bunten Eiern oder einem Hefezopf sind für ein solches Buffet keine Grenzen gesetzt.

Fischbuffet: Karfreitag, 30.03., Restaurant Elbterrasse in Bad Schandau

Osterbrunch: Ostersonntag, 01.04., Restaurant Kurpark in Bad Orb

Lammspezialitäten: Osterwochenende, 31.03. – 02.04., Restaurant „Reinhardt’s im Schloss“ in Auerstedt

 

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