Fastenzeit: 6 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Nach der Karnevalszeit beginnt für viele wieder die Fastenzeit: Bis Ostern wird dann wahlweise auf Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten oder Fleisch verzichtet.

Doch sowohl beim religiösen Fasten als auch beim Heilfasten, welches zur Stärkung der Gesundheit beitragen soll, können Fehler passieren. Wir haben die wichtigsten Tipps zum richtigen Fasten.

Die Fastenzeit richtig angehen:

  1. Nicht jeder sollte fasten

Vor allem Kinder und alte Menschen sollten vom Fasten absehen, da sie die Belastung der fehlenden Nährstoffe weniger gut gewachsen sind als junge, gesunde Menschen. Auch Herzkranken und Depressiven ist dringend abzuraten. Menschen, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Fastenkur unbedingt mit ihrem Arzt sprechen, um die Dosierungen möglicherweise für die Fastenzeit neu einzustellen.

 

  1. Eine Fastenkur ist keine Diät

Wer abnehmen möchte, sollte nicht auf eine Fastenkur zurückgreifen. Denn der Körper nimmt diese als Mangelphase wahr, in der er seinen Stoffwechsel reduziert, um überleben zu können. Wer nach der Fastenkur dort weitermacht, wo er aufgehört hat – also wieder Alkohol trinkt, süß und fettig isst – der wird schnell vom Jojo-Effekt heimgesucht. Denn der Körper stellt sich auf weitere Mangelperioden ein und wird zusätzliche Fettdepots anlegen. Der Effekt einer Diät wäre nach dieser Fastenzeit damit gleich Null.

 

  1. Erste Kur langsam angehen

Wer zum ersten Mal eine Kur einlegt, sollte dies nicht länger als sieben Tage tun. Denn jeder Körper reagiert unterschiedlich auf den Essensentzug und die plötzliche Reduktion von Kalorien. Häufig bekommen Fastende Müdigkeit, fühlen sich schwach und abgeschlagen und haben ständig Hunger. Dies schränkt auch die Konzentration stark ein. Um die Fastenkur einzuleiten, empfiehlt sich eine Darmentleerung – entweder mit einem Einlauf beim Arzt oder mit Glaubersalz. Professionelle Unterstützung hilft, in der Fastenzeit die Zeichen des Körpers richtig zu deuten und im Notfall schnell gegensteuern zu können.

 

  1. Viel Flüssigkeit, Ruhe und frische Luft

Während einer Kur ist Flüssigkeit das A und O. Mindestens drei Liter empfehlen Experten, am besten eignen sich mineralstoffhaltiges Wasser, klare Brühen oder ungesüßte Tees. Zudem sollten dem Körper regelmäßige Ruhephasen und Bewegung an der frischen Luft gegönnt werden. Sport eignet sich daher in dieser Zeit nur bedingt, da er dem Körper weiter zusetzt.

 

  1. Unkontrolliertes Fasten kann tödlich sein

Wer nicht in einer Klinik, sondern daheim fastet, der sollte langsam beginnen und sich zumindest vom Hausarzt begleiten lassen. Denn unkontrolliertes Fasten kann tödlich sein. Auch eine dauerhafte Kur belastet den Körper stark und entzieht ihm wichtige Nährstoffe. Dies erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten und schwächt den Körper zusätzlich. Daher empfehlen Experten, sich professionelle Unterstützung beim Fasten zu holen.

 

  1. Fastenbrechen mit Bedacht

Eine Fastenkur ist für den Körper eine ganz neue Erfahrung, auf die er sich langsam einstellt. Ebenso behutsam sollte daher auch das Fastenbrechen geschehen, um die Darmflora langsam wieder an feste und regelmäßige Nahrung zu gewöhnen. Laut Experten sollte die Aufbauzeit ein Drittel der Länge der Fastenzeit selbst betragen, mindestens aber vier Tage. Am besten eignet sich für den Einstieg eine gesunde Vollwertkost, bestehend aus verträglichen Lebensmitteln wie Äpfeln und Kartoffeln. Vermieden werden sollte dagegen schwer verdauliche Nahrung wie Bohnen, Kohl und Fleisch. Wichtig ist außerdem auch in dieser Zeit viel Flüssigkeit, mindestens ein bis zwei Liter pro Tag.

 

Bildquelle: dreimirk30 / pixelio.de

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