Fit im Winter: Omas Hausmittelchen

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – typisch Winter, oder? Wer fit durch die Erkältungszeit kommen möchte, hat es nicht immer leicht. Die Kollegen im Büro, Menschen in Bussen und Bahnen oder die Kinder in der Kita: Überall lauern Erkältungsviren. Daher lautet das Stichwort im Winter: Vorbeugen! Wen es doch erwischt, der muss nicht unbedingt zu teuren Präparaten aus der Apotheke greifen. Oft tun es auch alte Hausmittelchen, auf die schon frühere Generationen schworen.

Hilfe aus der Natur

Auch in Zeiten, als es noch keine Pharmaindustrie gab, hatten die Menschen verschiedene Wehwehchen – von Erkältung, über Kopf- und Gliederschmerzen bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden. Zum Glück gab es auch schon damals fachkundige Heiler, die die Kraft der Natur zu schätzen wussten. Dort findet sich nämlich alles, was es zur Linderung unterschiedlichster Beschwerden braucht. Wasser, Heilkräuter, Wurzeln und Öle bilden die Grundlage für moderne Arzneimittel. Das Wissen um die Heilwirkung bestimmter Pflanzen wurde über Generationen hinweg überliefert und findet auch heute noch Anwendung im Alltag.

Erkältung im Anmarsch? Schnelle Hilfe

Man fröstelt, möchte sich am liebsten in eine Decke kuscheln und fühlt sich schwach: Das sind häufig erste Anzeichen dafür, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Da heißt es: Angreifen! Schnelle Hilfe kann Holunderblütentee bieten – am besten schön heiß und mit Honig getrunken. Holunderblüte bewirkt eine kleine Schwitzkur für den Körper, was wiederum aktiv bei der Abwehr von Krankheitserregern hilft. Erreichen kann man das auch durch ein heißes Fußbad mit Salz: Das wärmt den Körper „von unten“ durch und stärkt die Abwehrkräfte.

Balsam für den Hals

Klebrig, süß und von Natur aus leicht antibakteriell: Honig ist zwar keine Pflanze, besitzt aber dennoch einiges an heilender Wirkung. Besonders wohltuend wirkt Honig auf einen wunden Hals oder bei Heiserkeit. Doppelte Wirkung hat er, wenn damit zum Beispiel Fenchel- oder Kamillentee gesüßt wird. Fenchel beruhigt und lindert das Kratzen im Hals, Kamille wirkt desinfizierend und fördert damit den Heilungsprozess.

Husten lindern

Klingt erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber sehr hilfreich: Zwiebelsirup. Dazu eine mittelgroße Zwiebel fein hacken, in ein abdeckbares Gefäß geben und großzügig mit Zucker bestreuen. Lässt man das Gemisch zugedeckt stehen, bildet sich ein dickflüssiger Saft, den man dann regelmäßig einnehmen kann. Helfen kann das in mehrfacher Hinsicht: Die ätherischen Öle der Zwiebel öffnen die Bronchien und lösen damit den Husten. Zudem besitzt die Zwiebel einen hohen Vitamin-C-Gehalt und stärkt damit das Immunsystem. Der häufige und regelmäßige Genuss von Zwiebeln kann also auch vorbeugend wirken. Ebenso verhält es sich übrigens mit Chicorée, Knoblauch und Lauch. Wen der Husten einmal plagt, der sollte zum Lösen zu Lindenblütentee greifen. Der lindert den Hustenreiz und erleichtert das Abhusten. Noch ein Helferlein bei Husten ist Meerrettich: Gerieben und vermischt mit Honig und geraspelten Möhren hat er eine ähnliche Wirkung wie der Zwiebelsirup.

Freie Nase dank Ätherischen Ölen

Klar, Nasensprays aus der Apotheke helfen recht schnell, bergen jedoch auch die Gefahr der Gewöhnung. Also bitte nie länger als eine Woche nutzen! Wer lieber auf natürliche Hilfe zurückgreift, sollte zu den ätherischen Ölen von Minze oder Eukalyptus greifen. Beide helfen dabei, Schleim zu lösen und fördern damit die Heilung der Schleimhäute in der Nase. Alternativ ist auch Salz ein guter Helfer – sowohl bei akutem Schnupfen als auch vorbeugend. Apparaturen, um die Nase mit Kochsalzlösung zu spülen, gibt es in Drogerien und Apotheken. Bakterien und Viren werden so „heraus gespült“, das Sekret kann besser abfließen und die Nase erholt sich schneller.

Ohren- und Kopfschmerzen behandeln

Erkältungen gehen häufig mit Kopfschmerzen oder unangenehmen Ohrenschmerzen einher. Schon Oma wusste: Kartoffeln können helfen! Dazu zwei bis drei Kartoffeln sehr weich kochen, auf ein Leinentuch streichen und damit das Ohr oder die Stirn bedecken. Die vielseitige Knolle kann nämlich schmerzlindernd wirken.

Bei starken Kopfschmerzen greifen viele zu Ibuprofen oder Paracetamol. Sie helfen in der Regel schnell, betäuben jedoch streng genommen den Schmerz nur und belasten außerdem die Leber. Schnelle Hilfe und wesentlich verträglicher sind einfache Hausmittel. Zwei große Gläser Wasser, Ruhe und vor allem Schlaf bringen Linderung. Darüber hinaus kann auch Weidenrindenextrakt, den es als Kapsel zum Einnehmen gibt, helfen. Alte Hausmittel sind übrigens auch Pfefferminzöl, das auf die Schläfen massiert wird, und Zimt: Vermischen Sie je einen Teelöffel Zimt und Wasser miteinander und verteilen Sie die Mischung auf der Stirn.

Im Zweifel: Arzt aufsuchen

Natürliche Heilmittel helfen in der Regel gut bei „normalen“ Scherzen und saisonalen Erkrankungen wie Erkältungen. Sie brauchen jedoch häufig etwas mehr Zeit, um anzuschlagen. Stellen sich neben den üblichen Zeichen einer Erkältung stärkere Symptome wie sehr hohes Fieber über mehrere Tage und damit einhergehende Bewusstlosigkeit oder ein Delirium ein, muss schleunigst ein Arzt aufgesucht werden. Auch Husten, der sich zunehmend festsetzt sollte abgeklärt werden, um keine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung zu riskieren. Schnupfen, der sich einfach nicht lösen lässt, kann ein Hinweis auf eine tiefergehende Nasennebenhöhlen- oder Kieferhöhlenentzündung sein. Das ist recht schmerzhaft und sollte von einem Arzt behandelt werden.

Vorbeugen heißt die Devise!

Am besten ist es natürlich, es kommt gar nicht erst zu einer Erkältung. Auch wenn es draußen regnet oder schneit, gilt: Unbedingt an die frische Luft gehen! Die größte Gefahr, Krankheitserreger aufzunehmen, sind nämlich durch Heizungsluft ausgetrocknete Schleimhäute. Deswegen mehrmals am Tag richtig gut durchlüften und am besten spazieren gehen. Nicht zu lange, denn kalte oder nasse Füße sind nicht förderlich für die Gesundheit. Aber: Gesunde Kältereize sind wichtig, um den Körper auf die Winterzeit umzustellen und das Immunsystem vorzubereiten.

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