Quietsch… quietsch… – frischen Spargel leicht erkannt

Vor einigen Jahrzehnten war Spargel noch das „Gemüse einfacher Leute“ – mittlerweile haben sich die Zeiten geändert und er ist heute ein Genuss aus der Kulinarik.

Ob mit der klassischen Sauce Hollandaise, leicht berührt von Bärlauch-Öl oder mitten in einem kräftigen Auflauf: Spargel ist in der Küche ein vielfältiger Zeitgenosse, gesund und kalorienarm. Aber wieviel wissen die Menschen über das Gemüse? Wir klären ein wenig auf…

 

Die fachlich korrekte Bezeichnung „Asparagus“ kommt aus dem Griechischen („asp(h)aragos“) und bedeutet „junger Trieb“. Später mit den Römern kam das Stangengemüse dann wahrscheinlich über die Berge mitten nach Europa. Und jeder Bauer mit etwas sandigem Boden konnte ihn anbauen.

 

Die Deutschen lieben „ihren“ Spargel

Die Spargelsaison geht traditionell von April bis Mitte Juni. Nach dieser Zeitspanne wird die Ernte beendet, damit das Gemüse Zeit hat, sich bis zur kommenden Saison zu erholen und neue Sprossen zu bilden. Denn Qualität und vor allem Frische sind besonders wichtige Eigenschaften, die die Deutschen an ihrem Spargel so lieben.

Erntefrischen Spargel erkennen die Fachleute in der Küche auch an einem ganz besonderen Geräusch – wenn man nämlich zwei grüne und weiße Stangen aneinander reibt, quietschen diese.

 

Empfehlung: „Spargelbrunch im Restaurant Kurpark“ im Hotel an der Therme Bad Orb, 18.06.2017, 12:00 – 14:00 Uhr

 

Stichwort Farbe: Die grüne Spargel-Variante gedeiht über der Erde. Weißer Spargel wächst während des gesamten Reifungsprozesses im Dunkeln, also in der Erde. Daher seine vornehme Blässe. Grüner Spargel ist durch das Sonnenlicht und die dadurch möglichen chemischen Reaktion übrigens auch gesünder, er enthält deutlich mehr Vitamin C und Karotin.

Beide Sorten haben aber auch eine gehörige Portion Asparaginsäure in sich, die entschlackend wirken soll. Sowie viel Kalium, Phosphor, Kalzium und Folsäure.

 

Liebes-Wirkung wissenschaftlich nicht bewiesen

Seit Jahrhunderten hält sich auch die Meinung, dass das Stangengemüse aphrodisierende Wirkung hat. Das Image hat er wahrscheinlich durch seine phallische Form. Aber eine biologische Wirkung des Spargels als Lustbringer wurde wissenschaftlich bisher noch nicht bewiesen – er schmeckt aber dennoch immer wieder bei jedem romantischen Dinner oder einfach zum Tagesausklang auf der Terrasse.

 
Hierfür haben wir ein kleines Rezept: „Rezept für Spargel-Wraps“ (Vorbereitung: 15 Minuten, Zubereitung: 5 Minuten, Schwierigkeit: einfach)

 

Zutaten für ein modernes Spargel-Rezept

400 g Spargel
200 g Kochschinken
250 ml Weißwein
50 ml Weißweinessig
1 TL bunte Pfefferkörner
1 Prise Salz
1 TL Zucker
1 Lorbeerblatt
2 Schalotten
100 g Butter
2 Eigelb
250 g Crème fraîche
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz und Pfeffer
4 Tortilla-Wraps (selbst gebacken oder aus dem Supermarkt)
20 g Butter

Vom Spargel die Enden abschneiden und in gesalzenem Wasser acht Minuten bissfest kochen. Danach abschrecken. Nun den Schinken in schmale, lang Streifen schneiden. Für die Sauce Wein und die restlichen Zutaten aufkochen und bei mittlerer Hitze auf einreduzieren. Butter in Rührschüssel schmelzen, Eigelbe dazu geben und mit Schneebesen so lange rühren, bis eine Creme entstanden ist. Weinreduktion nach und nach unterrühren. Dann noch Crème fraîche so lange unterrühren, bis die Hollandaise warm genug ist (nie aufkochen). Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken. Alles in den Wraps einwickeln, fertig!

 

Empfehlung: „Spargelbrunch im Restaurant Kurpark“ im Hotel an der Therme Bad Orb, 18.06.2017, 12:00 – 14:00 Uhr