Gehirn trainieren mit Sex, Musik & Spaß

Geistig fit bis ins hohe Alter: Diesen Wunsch hegen wir alle. Doch die Realität zeigt: Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Aktuell liegt die Zahl bei bis zu 1,5 Millionen – und jährlich kommen rund 40.000 Neuerkrankte hinzu. Für das Jahr 2050 prognostiziert das Statistische Bundesamt 3,1 Millionen Demenzkranke hierzulande. Düstere Aussichten. Wie können wir also unser Gehirn trainieren? Kein Grund in Pessismismus zu verfallen, es gibt Wege bin ins hohe Alter geistig fit zu bleiben.

Fakt ist: Gedächtnistraining, Rätselraten und andere Denksportaufgaben helfen nur bedingt. Eine Studie der American Geriatrics Society hat zudem bewiesen, dass wir mit diesen Tricks nur bedingt unser Gehirn trainieren. Nach zehn Jahren ist die Wirkung nahezu verpufft. Es heißt also, regelmäßig am Ball zu bleiben. Doch darüber hinaus gibt es noch weitere Tricks, die ein wahres Anti Aging fürs Gehirn sind und mitunter viel mehr Spaß machen!

 Gehirn trainieren – es muss nicht immer langweilig sein!

Gut und ausreichend schlafen

Ausreichend Schlaf hilft, das Gehirn zu regenerieren. Denn während der nächtlichen Auszeit verarbeitet es das am Tag Erlebte. Zudem zeigen Studien, dass Morgenmenschen ausgeglichener, leistungsfähiger, gesünder und glücklicher sind. Wer dagegen wenig schläft – so legen verschiedene Studien nahe – der fördert den Gehirnabbau und damit auch Demenz. Also nicht nur das Gehirn trainieren, sondern ihm auch einmal eine Pause gönnen.

 

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Positiv denken

„Think positive!“ Ganz nach dieser Devise sollten wir einmal am Tag Revue passieren lassen, was wir erlebt haben, was wichtig war und was wir gemacht haben. Ganz wichtig: Gedanken an positive Erlebnisse sollte dabei ein wichtiger Platz eingeräumt werden. Wer mag, kann seine Erinnerungen auch aufschreiben – das fördert die geistige Fitness zusätzlich.

Viel trinken

Damit das Gehirn ordentlich arbeiten kann, benötigt es viel Flüssigkeit. Anderthalb bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Tees am Tag empfehlen Experten. Studien haben gezeigt, dass Senioren – und ganz besonders Alzheimer-Patienten – häufig zu wenig trinken und daher Gedächtnisprobleme haben.

 

Musik hören und machen

Musik ist ein wichtiger Teil des Lebens, über sie lassen sich Gefühle und Emotionen transportieren. Doch mehr noch als nur Musik zu hören, regt es die Denkleistung an, auch selbst ein Instrument zu spielen. Eine Studie der University of Kansas Medical Center zeigt, dass Senioren, die einst ein Instrument spielen gelernt haben, ihr Gehirn trainieren und damit fitter sind als ihre unmusikalischen Altersgenossen.

 

Freundschaften pflegen

Das soziale Umfeld nimmt bei Senioren häufig ab. Dabei ist gerade im Alter wichtig, nicht allein zu sein und sich mit anderen auszutauschen, um nicht geistig zu verkümmern. Vereine bieten etwa eine gute Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen – oder das ehrenamtliche Engagement zum Beispiel in Generationenhäusern. Dort treffen Jung und Alt zusammen und dadurch lässt sich das Gehirn trainieren.

 

In Vereinen lassen sich auch Unternehmungen organisieren – Radtouren etwa, gemeinsame Kino-Abende oder Besuche in der Sauna und im Schwimmbad.

 

Sex

Sex macht nicht nur Spaß – er ist auch gesund! Und zwar bis ins hohe Alter. Denn ein Orgasmus löst hormonelle Veränderungen im Körper aus, die sich auch auf den Geist auswirken. Wer ein ausgeprägten Sexleben hat, tut also gleich noch etwas für seine Altersvorsorge!