Gesunder Schlaf – Sind 8 Stunden am Stück normal?

Abends hinlegen, Augen zu, acht Stunden schlafen und schließlich erholt aufwachen. Für viele ist das gar nicht so einfach. Und wir fragen uns: wie normal ist das eigentlich? Denn fest steht, unser Schlafverhalten ist erlernt. Es ist ein gesellschaftliches Konstrukt, auf das wir uns geeinigt haben. Aber so lange gilt diese Norm noch gar nicht.

Noch im Mittelalter haben die Menschen in der Regel in mehreren Etappen geschlafen. Zunächst rund vier Stunden. Dann war man wach, unterhielt sich im Feuerschein, hatte Sex, las, betete oder studierte bei Kerzenlicht, ging vielleicht nach den Stalltieren sehen und legte sich dann für eine zweite Runde Schlaf wieder nieder. Viele Schriftsteller und Künstler loben diese herrlich produktive, nächtliche Stunde. Undenkbar, meinen Sie jetzt? Nun, so ungewöhnlich scheint das gar nicht zu sein.

Gesunder Schlaf: Durchschlafen ist kein Naturgesetz

schlafen US-Schlafforscher fanden heraus, was ohne künstliches Licht passiert: bei 14-stündiger Dunkelheit finden Menschen automatisch zum zwei geteilten Schlafrhythmus zurück. Auch in vielen literarischen Werken ist vom ersten und vom zweiten Schlaf die Rede. Die Zeit dazwischen verbringen die Menschen sehr entspannt und keineswegs mit verzweifeltem Hin- und Herwälzen. Erst mit der Erfindung der Glühbirne und des elektrischen Stroms wurde der Mensch schließlich zum sogenannten Ein-Phasen-Schläfer.

Also, wenn Sie nachts einmal wach werden und nicht sofort wieder einschlafen können: keine Panik. Vielleicht ist das nur das Erbe aus stromloser Zeit, das sich hier bemerkbar macht 😉 Allein das Wissen, um die Normalität nächtlichen Wachseins kann helfen, zu entspannen und wieder besser zu schlafen.




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