Wie werde ich kreativ? 10 Tipps, um den Kopf frei zu bekommen

Was tun, damit der Knoten platzt?

Inspiration und Ideen auf Knopfdruck, unter Zeitdruck, zum vereinbarten Termin: In manchen Berufen oder Lebensphasen kommt es darauf an, auf den Punkt kreativ zu sein. Aber was tun, wenn die Arbeit stockt? Wenn der erhoffte Geistesblitz sich einfach nicht einstellen will?

Klar ist: Es ist wenig hilfreich, das Problem anzustarren oder es mehrfach zu drehen und zu wenden. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihrer Kreativität auf die Sprünge helfen können:

1. Weg vom Schreibtisch

Ganz wichtig! Je länger Sie am Arbeitsplatz sitzen und sich partout keine gute Idee finden will, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sich eine einstellt. Vielleicht nützt es schon, die Wohnung zu durchstreifen, ein paar Handgriffe zu tun, die nicht zur Alltagsroutine zählen. Um dem Geist auf die Sprünge zu helfen, hilft meistens, ihn auf Umwege zu schicken.

2. Frische Luft

Wenn der Gang durch die eigene Wohnung nicht genügt, muss frische Luft her! Gehen Sie raus auf die Straße, konzentrieren Sie sich auf den Takt Ihrer Schritte oder widmen Sie sich einer konkreten Aufgabenstellung, zum Beispiel: Welche Vögel sehe ich auf meinem Weg? Ist etwas neu in meiner Nachbarschaft? Oft kommen dann, ganz ungefragt, frische Gedanken. Mit der Diktierfunktion des Smartphones oder einem Notizbuch in der Jackentasche lassen sie sich einfangen.

Notizbuch leere Seiten3. Gedanken festhalten

Sie kennen das: Gute Gedanken kommen am ehesten, wenn man sie nicht in Ruhe notieren kann – ob in der Supermarktschlange oder beim Kochen.
Die genialsten Ideen hat man immer kurz vor dem Einschlafen. Am nächsten Morgen weiß man nur noch, dass man sie hatte, nicht mehr, wie sie aussahen. Ein Notizbuch oder ein Diktiergerät auf dem Nachttisch helfen auch hier gut weiter.

4. Ortswechsel

Oft reicht ein kurzer Ausflug mit dem Auto oder dem Zug und die Landschaft sieht gleich ganz anders aus. Sie werden sehen: Schon während der Fahrt nehmen die Gedanken Tempo auf und die Inspiration gleich mit. Wählen Sie ein Ziel, das Sie noch nicht kennen. Oder machen Sie einen Spaziergang durch den Wald, dessen bewusstseinserweiternde Wirkung durch Studien vielfach bewiesen wurde.

5. Brainstorming

Wieder am Arbeitsplatz gilt: Schnell ans Papier und brainstormen! Was habe ich im Kopf? Was vielleicht auf dem Zettel? Beim Brainstormen ist wichtig: Alles aufschreiben, was Ihnen zum Thema einfällt. Ungefiltert, ohne Grenzen, ohne System, gerne auch Quatsch. Oft ist erstaunlich, aus welchen Winkeln des Gehirns dabei Wortmeldungen kommen.

Mindmap Illustration6. Mindmap

Die Gedanken aus dem Brainstorming stehen jetzt ganzu ungeordnet auf dem Papier. Jetzt ist es  Zeit, sie in Form zu bringen. Zeichnen Sie dafür ein Schema, in dessen Mitte das Hauptthema steht. Vernetzen Sie das Hauptthema mit Teil- und Unterthemen, um alles zu einer Struktur zu bringen. Das sieht doch schon ganz aufgeräumt auf!

7. Neue Blickwinkel

Wenn der eigene Kopf starre Grenzen hat, ist es sinnvoll, vertraute Menschen zum Thema fragen: Was würdest du an meiner Stelle tun? Wie gehst du mit ähnlichen Problemen um? Hast du zu diesem konkreten Thema schon Erfahrungen gemacht? So hilft man der eigenen Inspiration auf die Sprünge. Mit den Antworten und Meinungen finden sich schnell neue Ansätze und Blickwinkel.

8. Es liegt nicht an Ihnen!

Vor allem eine Frage, die irgendwann aus den Tiefen des Bewusstseins kriecht, kann zermürbend sein: Liegt’s etwa an mir? Bin ich der Sache nicht gewachsen? Gegen diese Zweifel hilft eine bewusste Trotzhaltung, eine klare Kampfhaltung dem Zweifel gegenüber, ein bestimmtes „Jetzt erst recht!“. Lassen Sie sich nicht unterkriegen!

Fragen Selbstzweifel Illustration9. Bewusstsein entwickeln

Gut ist auch, sich bewusst zu machen, was in kniffligen Situationen in der Vergangenheit schon mal gut funktioniert hat. Leider vergisst man diese Erfolgsgeschichten oft schneller als die Erinnerung an kleine oder große Niederlagen. Notieren Sie sich konkret: Was war die Lösung in der bestimmten Situation? Was hat Sie auf andere Gedanken gebracht? Oft sind die Lösungen banal: Ein Kopfstand oder ein Wohnungsputz, eine lange Joggingrunde oder eine entspannende Massage.

10. Ambiguitätstoleranz

Ambigui-was? Ambiguitätstoleranz ist eine Fähigkeit, die man ganz einfach erlernen kann und die häufig zu einer entspannteren Sicht auf die Welt führt. Sie bedeutet konkret: „Vieldeutigkeit und Unsicherheit zur Kenntnis nehmen und ertragen können“. Das Leben steckt voller Widersprüche und Unsicherheiten, was in erster Linie daran liegt, dass man nicht alles schon erlebt hat und auf hilfreiche Erfahrungen zum Thema zurückgreifen kann. Situationen wie Kreativitätskrisen sind oft nicht mit rein rationalen Argumenten erklärbar. Oft helfen sogar die altbewährten Routinen und Strukturen nicht weiter – aber Sie dürfen das gelassen hinnehmen und der bekannten Redensart vertrauen: Morgen sieht die Welt schon ganz anders aus. Warum? Man weiß es nicht.

 


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