Intervallfasten: Was ist dran am Abnehm-Trend?

16:8 oder 20:4, was nach einem Spielergebnis im Profisport klingt, bedeutet in Wahrheit etwas ganz anderes. Denn diese Zahlen stehen im Zusammenhang mit dem sogenannten Intervallfasten. Dieser Abnehmtrend ist in diesem Jahr in aller Munde – Fitnessgurus und Promis schwören auf den zeitlichen begrenzten Verzicht auf Essen. Wie das konkret ausschaut und was dabei im Körper passiert – das erklären wir Ihnen im Detail.

Intervallfasten – was bedeutet das?

Beim Intervallfasten handelt es sich nicht um eine klassische Diät, da nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichtet wird. Vielmehr geht es darum, einen bestimmten Zeitraum einzuhalten, in dem gefastet wird. Essen wird also zu festen Tageszeiten eingenommen. Dabei dauert die Fastenperiode immer länger, als der Zeitraum, in dem Nahrung erlaubt ist.

Bekannt auch unter dem Begriff Intermittent Fasting, basiert diese Form des Essverhaltens auf unseren Vorfahren, den Höhlenmenschen. Gerade sie erlebten Phasen, in denen sie ohne Essen auskommen mussten. Bevor gegessen werden konnte, musste die Nahrung durch Jagd oder Sammeln erst einmal beschafft werden. D.h. ein Frühstück im klassischen Sinne war so nicht möglich. War die Jagd erfolgreich, musste das Essen dennoch erst einmal zubereitet und zumindest zurück zur Höhle gebracht werden. Essenszeiten fanden danach nicht vor dem Nachmittag statt. War die Jagd nicht erfolgreich, musste sogar gänzlich verzichtet werden.

In Anlehnung an dieses Verhalten, verzichten viele Menschen, die Intervallfasten betreiben, auf das Essen zwischen abends und dem späten Mittag. So fasten sie zum Beispiel 16 Stunden des Tages (z.B. von 18.00 bis 10.00 Uhr des Folgetages) und essen nur in den verbleibenden acht Stunden (also 10.00 bis 18.00 Uhr) – man spricht von der 16:8 Methode. Da aber bestimmte Lebensmittel nicht Tabu sind, lässt sich dieser temporäre Essensverzicht recht gut realisieren und auch durchhalten. JĂĽngste Untersuchungen zeigen sogar, dass man mit Intervallfasten effektiver Fettmasse verlieren kann als mit einer streng kalorienarmen Diät.

Hormone beim Intervallfasten – wichtige Erfolgsfaktoren

Durch das Intervallfasten verändert sich der Hormonhaushalt und die Insulinsensibilität verbessert sich. Folgende Hormone sind bei der Ernährungsweise betroffen: die menschlichen Wachstumshormone, Insulin und Noradrenalin. Noradrenalin kann beim Intervallfasten bis zu 500 Prozent zunehmen – dieses Hormon steigert sowohl den Verlust der Fettmasse, als auch den besseren Erhalt der Muskelmasse.

Insulin hingegen ist eine wichtige Komponente beim Stoffwechsel. So teilt das Hormon dem Körper mit, wann Fett eingelagert werden soll und wann die Fettverbrennung gestoppt wird. Bei hohen Insulinwerten erhält der Körper beispielsweise immer das Signal, Fett einzulagern.

Beim Noradrenalin handelt es um ein Stresshormon. Es wird produziert, um aufmerksamer zu sein und wirkt ähnlich wie Adrenalin. Wenn man einen Tag lang oder länger nichts isst, beginnt der Körper Noradrenalin produzieren, aus evolutionärer Sicht war das notwendig, damit die Höhlenmenschen sich auf die Suche nach Nahrung begaben. Ein weiterer Effekt des Noradrenalins ist, dem Körper zu signalisieren, Fettsäuren aus den Zellen zu verbrennen.

Abnehmen ohne auf den Essensgenuss zu verzichten, das klingt nach einem guten Kompromiss, um nicht auf die geliebte Schokolade verzichten zu mĂĽssen. Probieren Sie doch selber aus, ob dieser Weg der richtige zum Gewichtsverlust ist.


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