„Karoshi“ – mangelnde Work-Life-Balance

Karoshi? Haben Sie davon schon einmal gehört? Als Karoshi bezeichnet man in Japan einen plötzlichen Tod durch Überarbeitung. Todesursache ist meist ein durch Stress ausgelöster Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch Suizide, die auf arbeitsbedingte psychische Erkrankungen wie Depressionen zurückzuführen sind, zählen darunter.

Überstunden und wenige freie Tage gehören in Japan zur Arbeitskultur. In einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2016 gibt fast ein Viertel der befragten Firmen an, dass ihre Mitarbeiter mehr als 80 Überstunden pro Monat leisten. Das ist schlicht und ergreifend zu viel und ungesund. Nun will in Japan die Regierung gegensteuern, doch alte Gewohnheiten lassen sich nur schwer (und langsam) ändern. Doch es scheint sich etwas zu bewegen. Während früher „karoshi“ als Heldentum galt, so steht es heute hauptsächlich für versagendes Management, mangelnde Produktivität und falschen Opfersinn. Es muss ein Ende haben mit dem gefährlichen Irrsinn. Manche Firmen zahlen ihren Angestellten Prämien und zwingen sie, ihren Jahresurlaub zu nehmen. Doch Neinsagen ist schwer in Japan.

Karoshi auch in Deutschland?

Neinsagen ist auch in Deutschland schwer. Auch hierzulande werden unbezahlte Überstunden und Arbeiten am Wochenende mehr und mehr zum Regelfall. Eigentlich sollten Computer, Internet und Smartphone die Arbeit mobiler und effizienter machen, doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Laut eines Berichtes des Statistischen Bundesamtes zur Qualität der Arbeit liegt die real geleistete Arbeitszeit von Arbeitnehmern fast drei Stunden über der tariflich vereinbarten Wochenarbeitszeit.

Fälle von Karoshi sind in Deutschland nicht belegt, doch Fakt ist, dass Stress im Job mehr und mehr zunimmt. Gerade für junge Menschen führt auch die mangelnde berufliche Sicherheit zu Stress. Die Arbeitszeit nimmt einen großen Anteil der Lebenszeit ein. Daher ist die richtige Balance zwischen Arbeitszeit und Freizeit wichtig – jedenfalls für all jene, die sich nicht bei der Arbeit entspannen.

5 Tipps für einen entspannteres Arbeitsleben

freundinnen, karoshi

Gönnen Sie sich Pausen und treffen Sie Ihre Freunde.

  1. Stress (hin und wieder) ist völlig normal – in einem Notfall und wenn danach wieder eine Phase der Erholung folgt, ist alles im grünen Bereich.
  2. Pausen sind wichtig – Machen Sie regelmäßig eine Pause, am besten an der frischen Luft, öffnen Sie das Fenster, verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz. Danach ist der Kopf wieder frei und Sie können produktiver weiter arbeiten.
  3. Bewegen Sie sich – gerade in stressigen Zeiten, wenn vermeintlich keine Zeit ist, sollten Sie auf Ihre morgendliche Joggingrunde, die Yoga-Session oder einen Spaziergang in der Mittagspause nicht verzichten. Bewegung macht den Kopf frei, löst Verspannungen und Glückshormone werden ausgeschüttet.
  4. Treffen Sie liebe Menschen – auch Treffen mit Freunden oder Familie sollten nicht aufgrund von Zeitmangel und Stress im Job verschoben werden (jedenfalls nicht ständig). Gerade in hektischen Zeiten tut uns ein Gespräch mit jemandem, der uns nahe steht gut und füllt die Energiereserven meist nachhaltiger wieder auf als ein einsamer Fernsehabend.
  5. Daten Sie sich selbst – setzen Sie sich selbst ganz bewusst auf Ihre To-Do-Liste und machen Sie etwas, das Ihnen Freude bereitet: ein Kinobesuch, ein heißes Bad, ein Buch lesen, endlich mal wieder das Instrument spielen, ein ungestörter Nachmittag bei der Gartenarbeit. Was auch immer Ihnen Spaß macht.
Produktivität lässt sich nicht an der Anzahl der Überstunden ablesen. Wer Zeit und Muße hat, den Gedanken freien Lauf zu lassen, abzuschalten vom Job und hin und wieder etwas zu tun, was einfach nur Spaß macht, kann danach auch im Job wieder Vollgas geben. Nehmen Sie sich die Zeit!


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