Kinder in der Sauna – 10 Tipps damit’s Spaß macht

Kinder in der Sauna – Kann das gut sein? Ja! Wir verraten 10 Tipps, damit sowohl die kleinen Racker als auch die Eltern Spaß haben und dabei noch die Wärme und den Dampf genießen können.
 

Sauna – ein Erlebnis für Groß und Klein

Sauna: Von heißem Dampf umgeben; kühlender Schweiß läuft die Haut herunter; ein Zischen gefolgt von weiterem heißen Dampf. Saunieren ist nicht nur gesund, sondern auch entspannend. Doch nicht nur für Erwachsene ist das Schwitzen gesundheitsfördernd. Auch Kinder können im warmen Dampfbad entspannen.

Während es in Finnland völlig normal ist, sogar Säuglinge mit in die Sauna zunehmen, ist es hierzulande oftmals noch umstritten. Kinderärzte warnen vor Überhitzung und einer Schwächung des Herz-Kreislauf-Systems. Doch in einer Physiologischen Untersuchung zum Saunabaden mit Säuglingen an der Universitäts-Kinderklinik Magdeburg wurde selbst bei sehr jungen Kindern festgestellt, dass sie der Kreislauf- und Temperaturbelastung durchaus gewachsen sind. Bedingung für das Dampfbad waren dabei ein Alter von mindestens drei Monaten und ein Ausschluss von Krankheiten. Die Kinder waren drei Minuten bei 80 Grad in der Sauna, nachdem sie zuvor 15 Minuten bei 27 Grad gebadet hatten.
 

Regelmäßig in die Sauna gehen beugt Erkältungen vor

Richtig eingesetzt habe das Saunieren sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung, besagt die Studie. So sei die Sauna ein effektives Mittel, um das Immunsystem und das Herz-Kreislaufsystem zu stärken. Kinder, die regelmäßig eine Sauna besuchen, erkranken wesentlich seltener an grippalen Infekten oder Bronchitis und sind nach ihren Saunabesuchen deutlich entspannter.
 

Gesundheitsförderung – aber richtig

Damit das Dampfbad für Kinder nicht schädlich, sondern entspannend und gesundheitsfördernd ist, empfiehlt es sich, einige Regeln einzuhalten. Ab wann es ratsam ist, mit Kindern in die Sauna zu gehen, ist umstritten. Doch empfiehlt der Deutsche Sauna-Bund in Bielefeld bis zum vierten Lebensmonat zu warten. Die Vorsorgeuntersuchung U4 beim Kinderarzt sollte zudem problemlos absolviert sein. Andere empfehlen erst ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr mit dem Saunieren zu beginnen, wenn das Kind in der Lage ist, seinen Schließmuskel zu kontrollieren.
 

Kinder und Sauna: 10 Regeln

  1. Vor dem Saunagang kann bei 24 bis 26 Grad zirka 15 Minuten gebadet werden.
  2. Die letzte Mahlzeit sollte nicht länger als zwei Stunden zurückliegen. Achtung: Ein zu voller Magen kann zum Erbrechen führen.
  3. Es wird empfohlen, mit einem dreiminütigen Sauna-Gang auf der mittleren Bank zu beginnen. Die Temperatur sollte bei etwa 75 Grad unter der Decke liegen, die relative Luftfeuchte bei zirka 15 Prozent.
  4. Die Kinder sollten nackt auf dem Schoß, im Arm oder auf einem Liegetuch sitzen. Dabei können Streichelmassage oder Geschichten die Kinder beruhigen.
  5. Am Anfang wird nur ein Saunagang empfohlen, bei dem die Zeichensprache des Kindes unbedingt beobachtet werden muss. Bei Unruhe oder Weinen sollte der Saunaraum verlassen werden. Übertriebener Ehrgeiz und überschießende Motivation sind in diesem Fall eher schädlich.
  6. Verzichten Sie auf Aufgüsse, da diese dem Kind mehr schaden könnten.
  7. Nach dem Sauna-Gang sollte das Kind schonend abgekühlt werden – entweder an der frischen Luft oder per Hand mit kühlem Wasser. Die Temperatur sollte bei etwa 24 bis 26 Grad liegen. Es kann auch das Bewegungsbecken (bei 33 Grad) genutzt werden.
  8. Nicht das Tauchbecken nutzen!
  9. Es sollte zudem auf eine gute Hydration geachtet werden. Bei Bedarf zwischendurch etwas trinken.
  10. Nach Saunagang und Schwimmen entspannen Sie sich mit ihrem Kind im Ruheraum.

 

Je nach individueller Verträglichkeit und Alter kann die Zeit im Dampfbad bei weiteren Saunabesuchen auf sechs Minuten ausgedehnt werden. Dann sind auch bis zu zwei Saunagänge möglich.

 

Bildquelle: © Aliaksei Lasevich – Fotolia

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