Klebrige Entschlackung: Honig als Heil- und Massagemittel

Süß und lecker: Honig gilt allgemein als süßer Brotaufstrich oder leckeres Süßungsmittel für Tee und heiße Milch. Doch das klebrige Bienenerzeugnis hat auch heilende Wirkung. Und eine Massage mit Honig kann der Entschlackung und Entspannung dienen.

Heilmittel seit mehr als 3500 Jahren

Bereits vor über 3500 Jahren wurde Honig von den alten Ägyptern als Heilmittel genutzt. In einem Papyrus werden fast 1000 Medikamente aufgezählt, von denen mehr als die Hälfte mit Honig hergestellt werden. Vor allem in Salben wird das süße Naturprodukt gern verwendet. In der chinesischen Heilmedizin wird der Honig als Bestandteil des sogenannten Yin-Tonikums verwendet, das Körper und Geist stärken soll. In alten chinesischen Weisheiten findet sich außerdem die Empfehlung Honigpillen einzunehmen.

Darüber hinaus fanden Archäologen Honig in Urnen und Töpfen bis zu 2000 Jahre alter Gräber. In traditioneller Medizin würde der Honig nämlich unter anderem verwendet, um schädliche Bakterien zu töten und so der Fäulnis entgegen zu wirken. Außerdem kann das Naturprodukt Wundschmerzen lindern und die Heilung beschleunigen, in dem es Wasser absorbiert und so die Wunde austrocknet und ein schnelleres Nachwachsen des gesunden Gewebes fördert.

Doch das Bienenerzeugnis ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern macht auch eine zarte Haut und einen reinen Teint. Bei orientalischen Frauen ist es seit Jahrhunderten üblich, das Gesicht mit Honig einzureiben und diesen Einwirken zu lassen. Dann wird das Gesicht mit Schwamm und Wasser wieder gereinigt.

Honigmassage zur Entschlackung

Auch die HonigmassageEntschlackung und Entspannung mit Honigmassage hat in vielen Kulturen eine lange Tradition und ist nicht nur wohltuend, sondern auch entschlackend und entgiften. Es gibt verschiedene Varianten dieser Massage. Die sanftere und mehr auf Entspannung ausgelegte Massage wird mit einem Honig-Öl, das mit verschiedenen anderen Inhaltsstoffen, beispielsweise Ingwer, hergestellt wird, durchgeführt. Die klassische Honigmassage hingegen ist eine Zupfmassagetechnik und eine alternative Heilmethode aus Russland, der Mongolei und Tibet.

Für die Methode wird warmer, flüssiger Honig über den Körper gestrichen. Dieser öffnet die Hautporen, so dass der Honig in die verschiedenen Hautschichten gelangen kann. Durch eine Zupftechnik, bei der die Hände „festkleben“ werden Schadstoffe abtransportiert. So werden Verklebungen gelöst, alte, abgestorbene Zellen, Salze und Schlacke ausgeschieden. Gleichzeitig wirkt die Massage durchblutungsfördernd. Die geöffneten Poren lässt die Haut freier atmen. Darüber hinaus kann eine schmerzlindernde und desinfizierende Wirkung beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen erreicht werden. In der tibetischen Medizin wird die Massage auch zum Lösen von Energieblockaden genutzt.

Anwendungsmöglichkeiten

  • Stress
  • Erschöpfung, Vitalitätsmangel
  • Verspannung – Schulter/Rücken
  • Durchblutungsstörungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Arthrose
  • Kopfschmerzen, Migräne, Wetterfühligkeit
  • Schlafprobleme
  • Depression
  • Nervenstörungen aller Art
  • Menstruationsprobleme
  • Cellulitis
  • sexuelle Störungen/ Potenzstörungen
  • Kreislaufprobleme
  • Appetitmangel
  • Mangen- und Darmbeschwerden
  • Blasenbeschwerden
  • Blutdruckstörungen