Laufen für Anfänger – wie Sie dran bleiben

Sie haben über den Sommer mit dem Laufen begonnen? Das ist toll! Herzlichen Glückwunsch! Doch wie gelingt es, jetzt wo es kälter und dunkler wird, dran zu bleiben und weiter zu laufen? Oder anders gefragt: Wie wird aus dem Laufanfänger ein Läufer?

Als Laufanfänger leidet man unter drei großen Handicaps, die einem das „Dranbleiben“ unnötig erschweren:

Das Laufen fällt schwer und macht daher am Anfang nur wenig Spaß. Es dauert einfach bis sich das Herz-kreislauf-System, die Muskulatur sowie Sehnen und Bänder so weit entwickelt haben, dass Laufen mühelos wird.

Als Anfänger ist man gehemmt: Man fliegt noch lange nicht gazellen-gleich durch den Park, man ist langsam, keucht, hat einen roten Kopf und das Outfit passt auch noch nicht zusammen. Wir sind eben soziale Wesen und machen uns darüber Gedanken.

Fortschritte stellen sich nur sehr langsam ein. Wer beispielsweise ein Lauftraining beginnt, um abzunehmen, erlebt möglicherweise eine Enttäuschung. Denn häufig können Laufanfänger noch nicht intensiv genug trainieren, um eine Menge an Kalorien zu verbrennen, die groß genug ist zum Abnehmen.

Machen Sie Laufen zur Gewohnheit

Wie werde ich ein Läufer? Ganz einfach 😉 Sie müssen aus dem Laufen eine Gewohnheit machen! Sie müssen als Anfänger also nur lange genug durchhalten, um zum Gewohnheitsläufer zu werden. Das Ziel ist also (noch) nicht: schneller werden oder: weiter laufen, sondern schlicht und einfach: durchhalten!

Einige Tipps, die es Ihnen erleichtern, dran zu bleiben:

1. Verbindlichkeiten schaffen, also, beispielsweise zu einem Wettkampf anmelden und möglichst vielen davon erzählen – so entsteht sozialer Druck, der Sie auch an kalten, regnerischen Tagen zum Joggen bringt.

2. Es gibt viele inspirierende Läufer und viele gute Bücher und Filme über ihre Geschichten. Machen Sie diese Art der Motivation zu Nutze. Empfehlen können wir beispielsweise das Buch des 25-fachen Marathonläufers Haruki Murakami „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“. Aber auch „Born to Run“ von Christopher McDougall oder „Achilles Ferse“ von Spiegel-Autor Achim Achilles bieten vielfältige Motivation, Tipps und Ratschläge.

Auf Youtube finden Sie jede Menge Videos, bei denen man sofort Lust bekommt, los zu laufen. Und ganz nebenbei können Sie mit anderen Läufern in Kontakt treten, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig motivieren.

3. Führen Sie ein Lauftagebuch, in das Sie konkrete Ziele eintragen und in dem Sie Ihre Läufe protokollieren. So werden auch kleine Fortschritte sichtbar. Wichtig dabei ist, sich nicht zu große Ziele zu stecken, denn das wiederum kann demotivierend wirken. Es reicht völlig aus, sich eine bestimmte Anzahl an Trainingseinheiten vorzunehmen oder eine Laufstunde pro Woche.

4. Damit der innere Schweinehund nicht Oberhand bekommt, kann es helfen, sich selbst kleine Aufforderungen zu stellen: das kann ein PostIt sein, der gut sichtbar an der Haustür oder am Badezimmerspiegel klebt. Oder ein Alarm im Handy, der an den Lauftermin mit sich selbst erinnert. Oder auch der Stapel mit den Laufsachen, parat gelegt im Bad oder schon direkt vor der Haustür – zum drüber- und „reinfallen“ und loslaufen.

5. Nutzen Sie digitale Helfer! In Zeiten von Smartphones gibt es unzählige Apps, die für die Überwachung der Teiningseinheiten geeignet sind. Dabei lassen sich inzwischen nicht nur die zurückgelegte Distanz messen, sondern auch Infos wie Herzfrequenz, Puls etc. Die Daten werden übrigens so aufgezeichnet, dass Sie diese sogar im Nachgang mit Ihrem Arzt auswerten können. Sogenannte Ähnliche Beiträge

Newsletter Orangenfalter.net