Entrümpel-Trend nach Marie Kondo

Der Frühling ist ja traditionell die beste Zeit für einen ausführlichen Hausputz und einmal gründlich ausmisten. All der Mief und Staub aus dem Winter muss raus! Wir sind voller Tatendrang und verspüren das Bedürfnis, die Fenster aufzureißen, Luft und Sonne hereinzulassen.

Da kommt der Entrümpel-Trend, der aus Asien und den USA zu uns schwappt, gerade recht. Marie Kondo verspricht, dass Sie sich mit ihrem Programm für immer von Gerümpel verabschieden können. Oberste Regel dabei lautet: Behalte nur Dinge, die dir Freude bereiten! Bei Kondo führt der Weg zu Glück und innerer Gelassenheit über ein ordentliches Zuhause.

1. Befreien Sie sich!

Befreien Sie sich von allem, dass Ihnen keine Freude bereitet! Das ist die eine Grundregel, von der es keine Ausnahme gibt.

2. Stellen Sie sich vor, wie es wäre

Bevor Sie anfangen, stellen Sie sich Ihre Wohnung vor, wie Sie sie sich wünschen: Wie soll es aussehen? Wie ordentlich soll es sein? Was soll da sein? Versuchen Sie sich bis ins kleinste Detail hinein auszumalen, wie es ist in dieser ordentlichen Wohnung zu wohnen.

3. Schaffen Sie einen Zen-Bereich

Ob nun ein eigener Raum oder nur eine kleine Ecke – es ist wichtig, dass Sie einen Ort haben, an dem Sie Ihre Batterien aufladen können und Ruhe und Glück finden.

4. Sammeln und Sortieren

Das Aufräumen beginnt mit Sammeln und Sortieren: Kleidung zu Kleidung, Bücher zu Bücher, Papiere zu Papieren usw. usf.

5. WEGWERFEN!

Anschließend trennen Sie sich von allen Gegenständen, die keine spontane positive Reaktion auslösen. Sie können die Sachen auch verkaufen oder verschenken, wenn das möglich ist.

6. Eins nach dem anderen

Marie Kondo empfiehlt in ihren Büchern eine bestimmte Reihenfolge, die Sie einhalten sollten. Dabei wird bei emotional weniger wichtigen Dingen begonnen wie Töpfen und Küchenutensilien, Kleidung über Bücher und Unterlagen bis hin zu Fotos und Erinnerungsstücken. Dabei sollte immer erst eine Kategorie abgeschlossen werden, bevor Sie eine neue beginnen.

7. Ausnahmen sind nicht erlaubt

Sortieren, Wegwerfen, neu einräumen

Dabei sind keine Ausnahmen erlaubt: kein „das passt mir bestimmt bald wieder“, kein „zu Hause kann ich das noch tragen“, kein „das war aber teuer“ und auch kein „das war ein Geschenk“. Betrügen Sie sich nicht selbst. „Was macht mich froh? Was macht mich glücklich?“ – das sind die Leitfragen, nach denen Sie aussortieren – und nur danach.

Wenn Sie bei manchen Gegenständen Schwierigkeiten haben, sie wegzuwerfen, fragen Sie sich „Warum sollte ich das behalten?“ Wenn Sie keinen guten Grund finden, dann weg damit!

8. Erst wegwerfen, dann verstauen

Machen Sie erst dann übers Verstauen Gedanken, wenn Sie umfänglich aussortiert haben. Dann werden die Gegenstände auch in den vorhandenen Stauraum passen.

9. Was brauche ich wirklich?

Viele Menschen, die das Programm ausführen, kommen an den Punkt, wo sie genau wissen, was und wie viel sie brauchen. Anschließend falle man nicht mehr in alte Chaosmuster zurück.

10. Wo ist was?

Wenn gründlich aussortiert wurde, räumen Sie wieder ein – so dass Sie den wortwörtlichen Überblick behalten – so dass alles tatsächlich auf einen Blick zu sehen ist. Sortieren Sie logisch: Ledertaschen in Ledertaschen, Stofftaschen in Stofftaschen usw.

Räumen Sie die Dinge sofort auf – nach dem Heimkommen packen Sie sofort Ihre Tasche aus und Lippenstift, Geldbeutel, Handy kommen direkt an ihren Platz; die Jacke hängen Sie sofort weg, Papiere/Unterlagen werden direkt weggeheftet.

Ordnung in der Wohnung soll zu Ordnung im Kopf führen – angeblich denkt es sich dann strukturierter, lebt es sich so organisierter. Probieren Sie es doch einfach mal aus. Das gute an diesem System: Alles was Ihnen Freude bereitet, darf bleiben. Wie viel Ihnen Freude macht, wird nicht definiert. Der „betrügerische Messie“ in uns allen wird womöglich bei jeder Tupper-Dose und jedem Taschenbuch Freude empfinden? Wir wünschen fröhliches Ausmisten oder auch „kondoen“ ;-)

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