„Mut machen“ gegen Depression

Die MUT-TOUR ist eine bundesweite Fahrradtour, die seit 2012 jedes Jahr im Sommer durch Deutschland führt – mit der Grundidee „Mit Betroffenen und Nicht-Betroffenen gemeinsam SPORT, STRUKTUR UND NATUR ERLEBEN und täglich Öffentlichkeitsarbeit leisten“.

Ziel der MUT-TOUR ist es, auf das Thema Depressionen aufmerksam zu machen und Menschen ohne und mit Depression zu vereinen, um ein Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen.

Allen Teilnehmern wünsche ich viel Vergnügen und einen unvergesslichen Tag. Bei so einer Radtour geht´s ja mal auf, mal ab – fast wie im richtigen Leben!Harald Schmidt (Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe)

Fahrradtour – Tandem gegen Depression

Die dreimonatige Aktion hat am 16. Juni in Hildesheim begonnen und endet am 2. September in Münster. Die Teilnehmer fahren in 52 Etappen 25.500 km über fast 60 Städte durch die ganze Republik. Die genaue Strecke können Sie auf der Webseite der MUT-TOUR verfolgen. Alle sind bei der Aktion herzlich willkommen und dazu eingeladen, mitzumachen.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein großer Teil der Veranstaltung. Die Teilnehmer beschäftigen sich aktiv mit der PR. Unterwegs treffen die Teilnehmer Journalisten und Interessierte, um über die Krankheit Depression zu berichten. Es werden tausende Berichte über Depressionen veröffentlicht und dadurch Millionen Menschen erreicht. Neben klarer und aktiver Öffentlichkeitsarbeit ist es wichtig, eine schöne Zeit zu verbringen und das Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

Solidarität zeigen

Depression ist immer noch ein Tabuthema. Viele Menschen wissen nicht genug über das Thema, deswegen entstehen viele Vorurteile. Damit das Bewusstsein der Menschen für Depressionen geschärft wird und die Krankheit als solche anerkannt wird, ist die klare Kommunikation sehr wichtig. Genau solche Aktionen informieren und bilden die Menschen über dieses Thema. Wenn sie sich nicht fit genug zum mitradeln fühlen, können Sie in Ihrer Stadt die verschiedensten Aktionen besuchen, die Foto- und Info-Ausstellungen besuchen und die Radfahrer unterstützen, indem Sie Solidarität zeigen.

Diese Idee hat mich von Beginn an überzeugt, denn die MUT-TOUR verbindet zwei wesentliche Elemente unserer Stiftungsarbeit. Einerseits schafft sie ein Angebot für Betroffene und bietet ihnen die Möglichkeit, am Leben teilzunehmen. Andererseits kann es mit ihr gelingen, die gesellschaftliche Enttabuisierung des Themas Depression wieder ein Stück voranzutreiben. Teresa Enke (Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung)

Tabuthema Depression

Depression ist auch heute leider noch ein Tabuthema – und das obwohl fast jeder fünfte Deutsche einmal im Leben daran erkrankt. Auch erfolgreiche und vermeintlich glückliche Menschen kann ein Schicksalsschlag in eine seelische Krise stürzen. Häufig sind Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst gefährdet. Aber es kann jeden treffen. Um so wichtiger ist es, die Krankheit in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, damit Betroffene sich nicht davor scheuen, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Es kann schwierig sein, Depression nicht als persönliches Versagen zu sehen. Es ist eine Krankheit wie jede andere auch und muss auch als solche behandelt werden. Mit professioneller Hilfe ist das auch gut möglich. Bei der Deutschen Depressionshilfe können Betroffene erste Anlaufstellen und Hilfeadressen finden.

Foto oben: Oandris Tejeiro Nordet | www.mut-tour.de

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