Perfektionismus – Fluch oder Segen?

Fleißig wie ein Bienchen – eine Tugend, die durchaus positiv angesehen wird. Was ist aber, wenn die Ansprüche immer weiter steigen? Das Streben nach Perfektion mag vielleicht von den Mitmenschen am Anfang positiv betrachet werden – allerdings wendet sich das Blatt sehr schnell.

Perfektionisten tun weder sich noch jemand Anderen einen Gefallen. Schließlich fällt es gerade diesen Personen schwer auch einmal die Arbeit abzugeben – zu groß ist die Angst, dass der Andere diese nicht richtig erledigt. Als Folge scheinen sie immer gehetzt und finden kaum Zeit zu entspannen. Im Übrigen weiß der Chef diese Bemühungen nicht einmal zu schätzen, befördert werden meistens diejenigen, die sich auf das Team einlassen und den Blick für das Ganze bewahren. Auch in der Partnerschaft birgt diese Lebenseinstellung Konfrontationspotential. Während der eine Teil das Gefühl hat keine Unterstützung zu erhalten, argumentiert die Gegenseite damit, es dem Anderen nie recht machen zu können. Gerade Haushaltsaufgaben birgen viel Streitgefahr. Außerdem machen viele Mitmenschen einen großen Bogen um Perfektionisten, schließlich wirken sie meistens verkrampft und steif. Denn ihre Mimik und Gestik drückt ihre innere Anspannung ebenfalls aus. Sie gelten oftmals als Spaßbremsen, die an allem etwas rumzunörgeln haben.

Perfektionismus: Mut zu Fehlern

Nobody is Perfect – in diesem Sinne ist es ratsam, auch einmal hinzunehmen, dass nicht alles nach den eigenen Vorstellungen erfüllt wird. Lieber auch mal ab und zu eine Aufgabe abgeben und das Leben genießen. So wird der Alltag viel angenehmer und sorgenfreier. Außerdem können gerade die kleinen Makel einen Menschen sympathisch und attraktiv erscheinen lassen. Die neugewonnene Freizeit kann gleich für Entspannung genutzt werden. Die richtigen Orte dafür sind schnell gefunden.