Schluss mit „Mach ich morgen!“

Einen leichten Hang zum Aufschieben haben wir wahrscheinlich alle – das liegt in der menschlichen Natur. Doch ständig Dinge aufzuschieben macht krank. Wie können chronische Aufschieber das „Mach ich morgen!“ überwinden?

Aller Anfang ist schwer

Warum ist es nur so schwer, anzufangen? Endlich das zu tun, was man sich vorgenommen hat? Lernen, Hausarbeit, die Steuererklärung, das unangenehme Telefonat mit dem Kunden – manche Dinge schieben wir möglichst lange vor uns her und können uns einfach nicht dazu aufraffen, sondern sagen uns „das mach ich morgen“. Ständig kommt etwas – vermeintlich – Wichtiges dazwischen. Wir haben einige Tipps für Sie, wie es gelingt, nicht mehr (so viel) aufzuschieben:

Woran liegt es?

Die Prokrastinations-Ambulanz der Universität Münster bietet einen Fragebogen zur Aufschieberitis. Nach etwa 30 Minuten Multiple-Choice-Fragen wissen Sie – bei ehrlicher Beantwortung – woher das „Mach ich morgen“ kommt, also was Sie in welchen Situationen aufschieben. Wenn man weiß in welchen Situationen man besonders gefährdet ist, kann man aktiv dagegen vorgehen.

Zum Teufel mit dem Perfektionismus

Bei den meisten Aufschiebern muss es perfekt werden oder sie lassen es ganz sein. Aus Liebe zum Perfektionismus wird also vertagt und vertagt. Teilen Sie die Aufgaben lieber in kleinere Einheiten und freuen Sie sich über Etappensiege: jetzt das Geschirr spülen (nicht die ganze Küche putzen), täglich eine Stunde Unkraut zupfen (statt des ganzen Gartens). So haben Sie keinen riesigen, unbezwingbaren Berg vor sich, sondern eine kleine, schaffbare Einheit.

Sie sind der Boss

mach ich morgenSetzen Sie Prioritäten. Nehmen Sie sich täglich zehn ruhige Minuten und erstellen Sie eine realistische To-Do-Liste. Was ist heute wichtig? Was erst nächste Woche? Was kann bis nächsten Monat warten? Seien Sie ehrlich und legen Sie fest, was Sie heute tun müssen. Keine Panik: Am nächsten Tag können Sie neu priorisieren. So verschaffen Sie sich einen echten Überblick und freie Kapazitäten.

„Hätte, hätte … Fahrradkette“

Streichen Sie „hätte“, „sollte“, „müsste“ aus Ihrem Wortschatz. Sie tun es oder Sie lassen es. Was auf Ihrer Liste steht, ziehen Sie durch. Punkt. Das erspart sehr viel Grübelei – und Zeit.

Feste Pausen einplanen

Niemand legt das Aufschieben über Nacht komplett ab. Das geht nur nach und nach. Wichtig ist, Pausen fest einzuplanen. Also, blenden Sie für ein oder zwei Stunden alles bewusst aus und erholen Sie sich: Lesen, Musik hören, Spazieren gehen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an früher, wie es in der Schule war: fester Stundenplan und feste Pausen. Und nach der Pause geht es erholt weiter. Das gilt gerade auch für abends. Jeder muss sich ausruhen und gut schlafen können. Viele Aufschieber kommen erst abends so richtig in Fahrt. Lassen Sie das. Setzen Sie sich einen Endpunkt und freuen Sie sich darauf, dass danach Schluss ist.

Allzeit bereit?

Die meisten Prokrastinierer sind unglaublich hilfsbereit. Sobald jemand um einen Gefallen bittet, sind sie zur Stelle, vor allem, wenn man dann eine unangenehme Aufgabe aufschieben kann. Bleiben Sie hilfsbereit, aber nicht „sofort“, sondern „sobald ich hier fertig bin“. Damit tun Sie dann auch sich selbst einen Gefallen.


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