Schokolade kann mehr als glücklich machen

Ein sündiger Biss in die süßeste Versuchung der Menschheit: Um Schokolade ranken sich jede Menge Mythen und Legenden. Vom Glücklich-Macher bis zum Aphrodisiakum – Schokolade ist nicht nur lecker. In ihr steckt noch viel mehr!

Schokolade ist gesund

Tatsächlich finden sich vor allem in der dunklen Variante reichlich Chemikalien, die verschiedene positive Eigenschaften aufweisen. So zum Beispiel ein hoher Anteil an Flavonoiden, einer Gruppe von Chemikalien, die im Stoffwechsel von Pflanzen entstehen und unter anderem als Antioxidanzien, der Allzweckwaffe gegen das Altern, wirken. Außerdem haben die Flavonoide einen Einfluss auf den Kreislauf und die Blutgerinnung und können laut entsprechenden Studien bei anfälligen Personen das Risiko eines Herzinfarktes verringern (Engler & Engler, 2008). Laut einer Auswertung von mehr als 100 Studien reduziere Schokolade Blutdruck und Entzündungen, jedoch im geringeren Maß als entsprechende Medikamente.

Ein Glücklichmacher

Doch die verführerische Süßigkeit macht angeblich nicht nur gesund, sondern der enthaltene Zucker und das anregende, chemisch mit dem Koffein verwandte Theobromin wirken leicht stimmungsaufhellend. Ein Stück Schoki ist zwar nicht so effektiv wie eine Tasse Kaffee, doch der Genuss ist für die meisten weitaus höher. Darüber hinaus ist die Aminosäure Tryptophan enthalten. Tryptophan ist eine Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin, welches in Schokolade in besonders großer Menge enthalten sei (Heiland et al., 2013).

Schokolade macht fit

Gleichzeitig enthält Kakao das sogenannte Phenylethylamin, das als Muntermacher gilt und angeblich eine aphrodisierende Wirkung haben soll: Der Puls, Blutdruck und Blutzuckerspiegel werden erhöht, die Hitze im Körper steigt und die Lust auf den Partner gleich mit.

Vorsicht Suchtgefahr?

Das macht süchtig, oder nicht? Neben dem „Glückshormon“ Tryptophan kommen noch andere „suchtfördernde“ Stoffe darin vor, beispielsweise das Rauschmittel Anandamid, das Hormon Phenethylamin, die Stimulanzien Koffein und Theobromin. Aufgrund der Inhaltsstoffe jedenfalls nicht. Viele der anregenden und gesundheitsfördernden Stoffe in der Schokolade sind in zu geringen Konzentrationen enthalten, als dass sie wirklich eine Auswirkung auf das Wohlbefinden haben könnten. Stattdessen vermuten Wissenschaftler rein psychologische Gründe hinter den Glücksgefühlen, die beim Genuss von Schokolade entstehen. So erhöht Essen generell das Wohlbefinden der Menschen. Gleichzeitig weckt die Süßigkeit in manchen Fällen Kindheitserinnerungen, die ebenfalls die Stimmung heben können.

Ein Aphrodisiakum

Außerdem gilt das Naschwerk noch immer als Luxusgut, das man sich zum Beispiel als kleine Belohnung gönnt. Oder dem Lebenspartner. Der Genuss der Schokolade – oder besser die Lust am Genuss – setze dann Fantasien frei, die aphrodisierend wirken.

Übrigens gilt all das nicht nur, wenn man das Genussmittel isst. Wie wäre es einmal mit einem Bad in oder einer Massage mit Schokolade? Wir wüschen viel Spaß beim Genießen!