Shiatsu – Massage für Körper und Geist

Shiatsu – das ist die Verbindung von aktiver Körperarbeit und gleichzeitiger Tiefenentspannung. Auf den ersten Blick schließt sich das aus, doch wer einmal in den Genuss einer Shiatsu-Massage gekommen ist, kann dieses Gefühl nachvollziehen. Wir erklären, was sich hinter dieser Praktik mit dem fernöstlichen Namen verbirgt.

Shiatsu – Was ist das?

Auf japanisch bedeutet Shiatsu nichts anderes als „Fingerdruck“ und genau das ist schon das Geheimnis hinter dieser Anwendung. Wobei Fingerdruck allein nicht ganz ausreicht: Der Behandelnde – in der Regel ein Physiotherapeut oder Heilpraktiker – setzt seinen gesamten Körper ein und arbeitet dabei weniger mit Muskelkraft als viel mehr mit seinem Körpergewicht. Es ist deswegen keine Massage die der reinen Entspannung dient, sie verbindet manuelle Behandlungsmethoden und energetische Körperarbeit.

Was passiert dabei im Körper?

Grundlage für die Shiatsu-Massage ist der Glaube an das Meridiansystem im Körper, wie es bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) üblich ist. In diesen Meridianen oder Kanälen, so glaubt man, fließt die Lebensenergie, das sogenannte „Qi“. Insgesamt geht man von zwölf Hauptmeridianen aus, die jeder einem Organkreis zugeordnet sind. Die wichtigste Annahme dabei – grundlegend auch für Praktiken wie Akupunktur und Akupressur – sind die Druckpunkte, die sich auf den Meridianen befinden. Diese werden zum Beispiel durch Fingerdruck oder eben Nadeln aktiviert und sollen so den Energiefluss verbessern. Ziel ist es, gutes Qi fließen zu lassen, um die Organe und den Körper vor schlechtem Qi und damit vor Krankheiten zu schützen.

 

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Das erwartet den Patienten bei einer Shiatsu-Massage

Wer sich für eine solche Behandlung entschließt, begibt sich in überaus fähige Hände: Die Behandlungsmethode muss in mehreren Stunden erlernt werden und der Behandelnde muss achtsam, offen und sensibel sein. Bei dieser Form der Massage kommt erst die Körperarbeit und dann die Entspannung. Bearbeitet werden die Druckpunkte des ganzen Körpers – egal ob am Kopf, an den Armen oder den Füßen. Dazu nutzt der Praktiker nicht nur seine Finger, er setzt auch Ellenbogen, Füße und Knie ein. Dabei arbeitet er sich von der Mitte nach außen, denn der Rücken bzw. der Bauch sind nach traditioneller chinesischer Auffassung der Sitz des sogenannten „Sonnengeflechts“, also dem Mittelpunkt des Körpers.

Durchgeführt wird die Behandlung auf einer speziellen Matte auf dem Boden oder einem eigens dafür gemachten Massagestuhl. Shiatsu-Massagen werden sowohl in Wellnessbereichen von Thermal- und Kurbädern angeboten, aber auch in Physiotherapien oder bei Heilpraktikern. Im folgenden Video gibt es einen kleinen Einblick zum Ablauf einer Shiatsu-Behandlung: