Sommer-Mythen – Was ist dran?

Nicht mit vollem Magen ins Becken springen, Spucke auf den Mückenstich und warme Getränke helfen bei Hitze – Wer kennt nicht die ein oder andere Weisheit, die man schon als Kind gehört hat? Wir haben uns die Sommer-Mythen mal genauer angesehen und klären auf, welche stimmen und welche nicht.

Mythos 1: Schatten schützt vor UV-Strahlen

Natürlich bekommt man im Schatten weniger direkte Sonneneinstrahlung ab als ohne einen Schutz. Das heißt aber nicht, dass keine UV-Strahlen auf die Haut treffen. Im Gegenteil, denn es kommt auf den Untergrund an, da dieser die Sonnenstrahlen reflektiert. So gibt Wasser rund 40 Prozent der Strahlung wieder ab und am Strand sind es unter dem Sonnenschirm immerhin noch 25 Prozent. Schnee reflektiert sogar 80 Prozent der UV-Strahlen. Also: Schatten schützt nicht vor UV-Strahlung, allerdings ist sie weniger intensiv und man wird langsamer und schonender braun.

Mythos 2: Nach dem Essen nicht ins Wasser springen

Das ist kein Mythos, sondern absolut richtig! Wer gerade gegessen hat und danach direkt zum Schwimmen geht, riskiert einen Kreislaufkollaps oder Schlimmeres. Der Grund: Durch die Verdauung und die sportliche Betätigung wird der Blutkreislauf doppelt beansprucht, was zu einem Kollaps führen kann. Dieser ist gerade im Wasser besonders gefährlich, da die Gefahr des Ertrinkens besteht. Also: Nach dem Essen lieber eine halbe Stunde warten, bevor man sich wieder in die kühlenden Fluten wirft.

Mythos 3: Mücken lieben süßes Blut

Mit der Beschaffenheit des Blutes hat der Stich einer Mücke nichts zu tun. Aber es stimmt, dass manche Menschen öfter gestochen werden als andere. Das liegt jedoch vor allem an einem bestimmten Duftstoff, der im Schweiß enthalten ist. Manche Menschen produzieren davon mehr als andere und sind damit „attraktiver“ für Mücken. Übrigens: Einen Mückenstich mit der eigenen Spucke zu behandeln – ein weiterer Sommer-Mythos – bringt leider nichts. Besser ist es, ein kühlendes Gel aufzutragen.

Mythos 4: Warme Getränke sind besser als kalte

Was stimmt ist, dass der Körper bei Zufuhr kalter Getränke anfängt, Wärme zu produzieren. Daher erscheint es logisch, eher zu einem Tee als zur eisgekühlten Limonade zu greifen. Doch wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung nicht. Viel wichtiger ist die Tatsache, überhaupt viel zu trinken, wenn es draußen heiß ist, da der Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Ob das dann warme oder kalte Getränke sind, ist weniger wichtig. Alkohol sollte jedoch generell eher gemieden werden!

Mythos 5: Nach dem Baden Bikini wechseln

Das ist ebenfalls kein Mythos, sondern ein sehr guter Rat. Auch wenn es sich vielleicht erfrischend anfühlt, die nassen Badeklamotten sollten durch trockene ersetzt werden. Der Grund ist, dass Kälte und Nässe die Durchblutung verringern und damit die Bedingungen für Bakterien begünstigen. Im schlimmsten Fall kann man eine Blasenentzündung davon tragen.

Sommer-Mythen aufgeklärt

Einige Sommer-Mythen halten sich hartnäckig, obwohl sie mittlerweile widerlegt sind. Jetzt, da Sie genauer darüber Bescheid wissen, wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer!