Natürlich verhüten – so geht’s ohne Hormone

Immer mehr Frauen klagen über die Nebenwirkungen der Pille, wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, ein schlechtes Hautbild oder plötzliche Gewichtszunahme. Diese entstehen, wenn der Hormonhaushalt nicht mehr im Gleichgewicht ist. Aber welche Methoden der natürlichen Verhütung gibt es und sind diese wirklich zuverlässig?

1 Die Kalendermethode
Eine Möglichkeit der hormonfreien Verhütung ist die Kalendermethode. Zur Ermittlung der fruchtbaren Tage muss der Zyklus zuerst über mehrere Monate protokolliert werden. Ungefähr zwölf bis 16 Tage vor der Periode, liegen dann die fruchtbaren Tage. Jedoch kann sich der Zyklus auch durch Stress und andere Einflüsse verändern. Diese Methode ist also nicht sehr zuverlässig. Der sogenannte Pearl-Index gibt an, wie viele von insgesamt 100 Frauen innerhalb eines Jahres, schwanger wurden, während sie eine bestimmte Methode nutzten. Bei der Kalendermethode liegt er bei 9 – 40.
2 Die Billingsmethode
Diese Methode stützt sich auf die Untersuchung des Zervixschleims (Scheidensekret) und dessen Beschaffenheit. Der Schleim ist milchig und dickflüssig, wird aber während der fruchtbaren Tage dünnflüssig und klar. Durch eine tägliche Untersuchung müsste man also die fruchtbaren Tage ermitteln können. Jedoch ist der Schleim von Frau zu Frau unterschiedlich und kann seine Konsistenz auch durch Stress oder Krankheit verändern. Der Pearl-Index liegt daher bei 5 – 15.
3 Die Basaltemperatur – Methode
Bei dieser Methode muss jeden Tag zur selben Zeit, am besten nach dem Aufstehen, die Temperatur gemessen werden. Die Körpertemperatur schwankt während des Zyklus und gibt Aufschluss über die fruchtbaren Tage, da sie dementsprechend sinkt oder steigt. Kurz vor oder während des Übergangs der niedrigen Temperaturen in die höheren liegt der Eisprung. Bei einem regelmäßigen Zyklus und präzisen Messungen kann diese Methode sehr zuverlässig sein. Kombiniert man sie mit der Billingsmethode liegt der Pearl–Index sogar bei nur 0,3, sonst bei 1 – 3.
4 Der Verhütungscomputer
Der Verhütungscomputer hilft den Hormongehalt des Körpers zu messen und so die fruchtbaren Tage zu ermitteln. Untersucht wird der Morgenurin. Das Hormon Östrogen und die LH-Hormone nehmen, je näher der Eisprung rückt, immer weiter zu. Je nach Gerät ändert sich die Anzeige und gibt die fruchtbaren Tage an. Der Pearl-Index liegt hier bei 0,6 – 6.

5 Das Kondom
Ein Kondom schützt nicht nur vor einer möglichen Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Daher sollte man sie bei einem One-Night-Stand immer tragen, auch wenn man zusätzlich noch anders verhütet. Durch Ablaufdaten oder falsche Aufbewahrung sind Kondome aber oft nicht 100% zuverlässig. (Pearl–Index: 2 – 12)
Keine Sorge, wenn ihr nicht sofort die perfekte Methode für euch findet. Häufig muss man mehrere Sachen probieren, um herauszufinden, was zu einem passt. Gerade beim Übergang von der Pille zu einer hormonfreien Verhütungsmethode, aber auch zur Beratung, sollten Sie auf jeden Fall das Gespräch mit ihrem Frauenarzt suchen.

Und so klappt’s:

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