Warum uns Nickerchen so gut tun

Als Kinder haben wir es vermutlich alle gehasst, aber heute sehnen wir uns nach der schönen Zeit zurück, als wir uns nach dem Mittag hinlegen durften. Aber ist denn Schlafen am Tag nun wirklich gut? Hier haben wir einige Argumente, die dafür sprechen. So können Sie sich jederzeit für einen Mittagsschlaf rechtfertigen.

Sind 90 Minuten zu lang?

Viele sagen, nur ein Power-Nap von höchstens 20 Minuten ist wirklich wohltuend, da längerer Schlaf häufig noch müder macht. Aber eine neue Studie hat gezeigt, dass 90 Minuten eigentlich die beste Zeitspanne für ein Nickerchen sind. Der Körper durchläuft einen gesamten Schlafzyklus und erwacht rechtzeitig bevor wir in die REM-Schlafphase sinken. Außerdem setzt unser Tiefschlaf erst nach 40 Minuten ein. Im Tiefschlaf können Gedanken verarbeitet und in den Langzeitspeicher verschoben werden. Der längere Schlaf ist also wie ein Neustart für das Gehirn und wir sind danach wieder leistungs- und lernfähiger. Jedoch soll auch ein kurzer Power-Nap erholsam sein und die Kreativität in Gang setzen. Denn kurz bevor wir in die Traumphase abgleiten, haben wir häufig die besten Ideen. Albert Einstein und Salvador Dali gaben an, viele gute und kreative Ideen nach einem 15-minütigen Nickerchen gehabt zu haben. Sie sind also in guter Gesellschaft.

Schlafen für die Gesundheit

Jedem sollte klar sein, dass unser Schlaf Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Dabei liegt der benötigte Durchschnittswert für einen Erwachsenen bei sechs bis acht Stunden pro Nacht. Ein Mittagsschlaf senkt auch tagsüber unseren Cortisol-Spiegel und damit unser Stresslevel. Besonders wenn wir nachts nicht genügend schlafen, ist ein Nickerchen für unsere Gesundheit wichtig, um Burnout und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Biologisch veranlagt


Die Gene des Menschen sind so programmiert, dass wir tagsüber noch einmal müde werden. Das sogenannte Mittagstief tritt immer circa sieben Stunden nach unserer Aufstehzeit ein und hat biologische Ursachen. Wir können also nichts dafür, dass wir zwischen 13:00 und 15:00 Uhr oft müde sind. Dieses Gefühl wird durch das Mittagessen häufig noch unterstützt und ist ein Signal unseres Körpers, dass er Ruhe braucht. Obwohl wir auf unseren Körper hören und ein Nickerchen einlegen sollten, wenn wir müde sind, ist es gerade auf Arbeit schwer umzusetzen. Hier empfehlen Psychologen sich kurz in eine ruhige Umgebung zu begeben, sich zurück zu lehnen und für 30 Sekunden die Augen zu schließen. Diese kurze Entspannungsübung hilft uns das Mittagstief zu überstehen.

Sie brauchen sich also nicht länger für einen Mittagsschlaf zu schämen, auch wenn dieser in unserer Leistungsgesellschaft immer mehr verachtet wird. Denken Sie nur an sich und an Ihre Gesundheit!

Besser Schlafen

7 Tipps mit denen Sie besser schlafen
Gesunder Schlaf – Sind 8 Stunden am Stück normal?
Schlechter Schlaf bei Vollmond?

Newsletter Orangenfalter.net