Was ist Acai – Superfood aus Südamerika

Viele positive Nebeneffekte soll das neue Superfood mit sich bringen und der Hype nimmt mehr und mehr zu. Haben Sie schon einmal von Acai Beeren gehört? Wenn nicht stellen Sie sich sicher die Frage „Was ist Acai?“. Wir finden eine Antwort und zeigen, was das neue Superfood verspricht und wirklich kann.

Der neue Trend stammt aus Brasilien. Acai Beeren sind die Früchte der Açai-Palme. Normalerweise würde man das Wort Acai so aussprechen, wie man es liest. Der „Schnörkel“ (Cedille) unter dem C lässt das Wort jedoch ganz anders klingen, sodass die richtige Aussprache „Assai“ lautet.
Diese Beeren sehen aus wie eine Kreuzung von Weintrauben und Blaubeeren. Über den Geschmack streiten sich jedoch die Gemüter – von erdig-beerig bis bitter-schokoladig. Im Großen und Ganzen sagt man jedoch, dass die Beeren eher mäßig schmecken und nicht unbedingt ein Gaumensuchmaß sind. Doch wenn sie wirklich die Wirkung besitzen, die ihnen nachgesagt wird, sind die Acai Beeren ein wahres Wundermittel mit exotischen Inhaltsstoffen.

„Was ist Acai?“ – Ein teurer Spaß

Die Forschung hat bestätigt, dass die Beeren reich an Mineral- und Ballaststoffen, Kalzium und vor allem an Anthocyane sind. Diese dunklen Pflanzenfarbstoffe gelten als Antioxidantien und haben damit eine vielversprechende Wirkung. Oft werden diese Gesundheitshelfer mit Krebs, Entzündungen und Arteriosklerose in Zusammenhang gebracht.
Acai Produkte sollen vor allem gegen zu hohe Cholesterinwerte, Arthrose, Übergewicht, Impotenz, Falten und vieles mehr helfen. Das rechtfertigt jedoch nicht unbedingt die saftigen Preise der Produkte. Die leicht verderblichen Beeren sind nicht frisch in Deutschland erhältlich. Für eine Packung mit 100 Tabletten/Kapseln müssen Sie ca. 15€ einplanen, für 100 Gramm Pulver 20€ und für 500 Milliliter Saft sogar sagenhafte 20€.
Hinzufügend lässt sich sagen, dass die Erfolge der krebshemmenden Wirkstoffe nicht zu 100% bewiesen sind. Die Proben wurden lediglich im Reagenzglas getestet und nur teilweise belegt. Realistische Erfolge an Individuen wurden bisher nicht bestätigt. Die Datenbasis ist einfach zu gering, vielleicht lässt sich in ein paar Jahren der Erfolg bestätigen oder wird gegebenenfalls auch revidiert.

Vielfältige Ersatzmöglichkeiten

Die Deutsche Verbraucherzentrale warnt vor einem zu hohen Manganwert in der Acai-Pulpe. Dieses Spurenelement verhindert in Einzelfällen die Aufnahme von Eisen. Wenn Sie andere Medikamente einnehmen, sollten Sie mögliche Risiken mit Ihrem Arzt absprechen. Die Extraration an Antioxidantien können Sie sich auch über andere Nahrungsmittel wie zum Beispiel Rotkohl, Brombeeren oder Holundersaft einholen. Das Superfood aus Amerika scheint noch nicht weitreichend erforscht zu sein – machen Sie sich selbst ein Bild von Acai, vielleicht können Sie sich von den Beeren überzeugen und verspüren einen positiven Nebeneffekt.
Bildquelle: von Camila Neves Rodrigues da Silva (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons