Wetterfühligkeit – Was steckt dahinter?

Schlägt das Wetter häufig und extrem um, leiden viele Menschen unter Müdigkeit, Schwindel oder sogar Schmerzen. Circa die Hälfte der Deutschen hat bereits unter Wetterfühligkeit gelitten. Aber woran liegt das überhaupt und was können wir tun, damit es uns besser geht?

Alles nur Einbildung?

Skeptiker tun Wetterfühligkeit oft als hypochondrisches Verhalten ab. Und an sich macht Wetter ja auch nicht krank, oder? Diese Annahme ist nur teilweise richtig, denn neigt man zu Kopfschmerzen, zu hohem oder niedrigem Blutdruck oder hat bereits eine alte Verletzung, kann das Wetter eine zusätzliche Belastung darstellen. Bei schnell ansteigenden Temperaturen, dehnen sich die Gefäße aus und der Blutdruck sinkt. Dies kann für eine Person mit niedrigem Blutdruck gefährlich werden. Das selbe gilt umgekehrt bei Bluthochdruck und schnell sinkenden Temperaturen.

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Reine Nervensache

Forscher gehen davon aus, dass bei manchen Menschen das vegetative Nervensystem empfindlicher auf veränderte Wetterfaktoren reagiert. Dieses regelt unseren Herzschlag und die Durchblutung. Auch elektromagnetische Impulse – sogenannte Sferics – können vor Gewittern Kopfschmerzen auslösen, da sie einen Einfluss auf unsere Gehirnströme haben. Die Sferics können schon einige Tage vor einem Gewitter auf unseren Körper wirken. So spüren einige Menschen Wetteränderungen schon im voraus.

Was hilft?

Um unseren Körper auf Wetterumschwünge vorzubereiten hilft es oft schon, sich täglich mindestens 30 Minuten draußen an der frischen Luft aufzuhalten. Auch warm-kalte Wechselduschen bereiten die Blutgefäße auf Temperaturschwankungen vor. Gerade im Sommer und Winter drehen wir häufig Klimaanlage oder Heizung auf. Diese extremen Wechsel zwischen drinnen und draußen können den Körper zusätzlich belasten. Also, lieber öfter ausschalten und durchlüften. Sogar die richtige Nahrung kann helfen, damit wir uns besser fühlen. Bei Wetterfühligkeit sollte man vor allem zu Milchprodukten, Vollkornbrot, Proteinen und Trockenfrüchten greifen, um dem Körper wichtige Mineralien zuzuführen. Auch Melisse kann helfen, um das Nervensystem zu entspannen.

Gibt es das wirklich?

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