Entstehung der Erde – so noch nie erlebt!

 
Die Entstehung der Erde als Unterhaltungsshow? Kino, Restaurant, Cocktail-Bar – das sind ja alles gängige Orte, um etwas zu unternehmen. Allerdings ist es irgendwann auch langweilig. Schließlich soll es nicht immer der gleiche Trott sein und das Leben abwechslungsreich gestaltet werden. Wie wäre es also mal wieder mit einem Besuch in einem Planetarium? Die Entstehung der Erde ist hier ein einzigartiges Phänomen. Denn bis heute ist die Erde der einzige uns bekannte Planet, auf dem es Leben gibt – und sogar solches, das sich für seine eigenen Ursprünge und seine eigene Zukunft interessiert

 

Die Entstehung der Erde im Planetarium

An diesem Ort waren die meisten sicher nicht mehr seit ihrer Kindheit gewesen. Als eines der weltältesten bietet das Zeiss-Planetarium Jena einen umfangreichen Veranstaltungskalender. Dabei ist „Kosmische Evolution – vom Urknall zum Leben“ ein beliebter Programmpunkt. Teilnehmer erleben eine Zeitreise über 3,5 Milliarden Jahre in die Vergangenheit und bekommen einen Eindruck davon, wie sich aus einer Ansammlung von Gasen unsere heutige Erde entwickelt hat.

 

 

So lassen sich Bildung und Vergnügen einfach miteinander verknüpfen. Nach der Vorstellung kommen die kulinarischen Genüsse im hauseigenen Restaurant Bauersfeld nicht zu kurz. Auf diese Weise steht einem besonderen Abend nichts im Weg.

 

Hintergrund zu Urknall und Entstehung der Erde

Unser Sonnensystem entstand wahrscheinlich h beobachten. Wie aber unser Sonnensystem entstand – also die Sonne, die Erde, Mars, Merkur, Venus, Uranus, Jupiter, Neptun und Saturn – kann man nur vermuten. Höchstwahrscheinlich ist unser Sonnensystem aus einem Sonnennebel entstanden. Einer gewaltigen Wolke aus Gas und Staub. Die Wolke kollabierte durch ihre Gravitation innerhalb von etwa 10.000 Jahren. Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entzündet sich “damals” das Material eines jungen Sterns. Die Sonne entsteht, dann unser Sonnensystem und damit auch die Erde: eine Wolke aus Gas und Staub formt den Grundkörper. Dieser wächst stetig durch Kollision mit weiteren Gesteinsbrocken bis die Erde ihre vorläufige Form annimmt: die richtige Größe, die optimale Entfernung zur Sonne, die günstige chemische Zusammensetzung der Atmosphäre.

 

Die Sonne “verklebte” den Staum im Weltall

Das Weltall – und die Entstehung der Erde sind beide untrennbar miteinander verknüpft.

 
70 Millionen Jahre nachdem die Sonne zum ersten Mal aufleuchtet kommt es zu einer Kollision, die unser Planet nur knapp übersteht. Ein Himmelskörper mit der Masse des Mars befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde. Mit etwa 36.000 Kilometer pro Stunde kracht das Riesengeschoss in unseren Planeten.

Was aber passierte parallel mit dem Teil des Gasnebels, der nicht ein Teil der Sonne wurde, sondern nun weiter die Sonne nun auf Flugbahnen umkreiste?

Auch hier wirkte die Schwerkraft, auch Gravitation genannt, und sorgte dafür, daß aus losen Ansammlungen von Materie immer größere Klumpen wurden. Diese Klumpen waren anfangs vielleicht so groß wie ein Auto, dann, nachdem sie weitere Klumpen eingefangen hatten, vielleicht schon groß wie ein Einfamilienhaus. Und nachdem die Sonne, heute unsere wichtigste Energiequelle, gezündet war, verklebte sie mit ihrer Hitze den übriggebliebenen Staub um sie herum, so dass immer größere Gesteinsbrocken und schließlich die Vorläufer der Gesteinsplaneten entstanden. Aus zweien dieser Planetesimale entstanden nach einer Kollision Erde und Mond.

 

Fragen zum Urknall

  • Wer hat den Urknall entdeckt?
  • Was löste den Urknall aus?
  • Wer hat den “Urknall verursacht”?
  • Wer hat die urknalltheorie erfunden?

 

Mit der Entstehung der Erde entstand neues Leben

Fast alles, was wir so kennen, besteht aus Molekülen oder noch größeren Objekten, die sich Festkörper nennen. Bei Molekülen oder Festkörpern bleiben die Atomkerne getrennt und ein großer Teil der Atomhülle gehört zu genau einem Atomkern. Nur wenige Elektronen der Hülle werden bei einem Molekül oder Festkörper mit eng benachbarten anderen Atomen geteilt. Dies hält die Moleküle oder Festkörper zusammen.

 

 

Es wird recht wenig Energie benötigt, um diese Verbindungen zu lösen, weswegen es wichtig ist, dass die Temperatur auf einem belebten Planeten nicht zu hoch ist, sonst werden die Moleküle schnell wieder in einzelne Atome zerlegt. Ist die Temperatur hingegen sehr niedrig, so verbinden sich die Atome eher zu Festkörpern.

Zum Beispiel kennen wir Wasser als einzelne Moleküle im Dampf, dann als Flüssigkeit, wo die Moleküle dichter zusammengerückt sind und als Eis. Eis ist ein Festkörper. Steine sind auch Festkörper.

Lebewesen bestehen aus vielen großen und komplizierten Molekülen. Immer beteiligt sind dabei Kohlenstoff-Atome in bestimmten Verbindungen. Dieser spezielle Teil der Chemie wird auch organische Chemie genannt. Organische Moleküle kommen aber nicht nur vor, wo es Lebewesen gibt, sie können auch anderweitig entstehen, was vermutlich ebenfalls wichtig für die Entstehung des Lebens ist.

 

Exkurs: Der Mond und seine Nähe zur Erde

Grundsätzlich gilt: Als Monde bezeichnet man kleinere Körper, die Planeten umkreisen. Oft sind diese ähnlich wie die Planeten selbst aus dem gleichen Material, sind jedoch deutlich kleiner als der Planet, zu dem sie gehören, weil dieser den Hauptanteil für seine eigene Entstehung in seiner Umgebung aufgebraucht hat.

Monde können mehr oder weniger gleichzeitig mit dem Planeten entstehen oder aber sie können auch ursprünglich anderswo im Sonnensystem entstanden sein und dann später vom Planeten eingefangen werden, wenn sie dicht aneinander vorbeifliegen.

Letzteres erfordert jedoch, dass sich die Bewegung zueinander verlangsamt, was zu einer schnelleren Drehung beider Körper um sich selbst führen kann oder die Energie der Bewegung wird durch kleinere, sich wieder entfernende Körper davongetragen.

Die Entstehung eines Mondes ist also etwas, was nicht immer gleich ist. Weil letztlich niemand dabeigewesen ist, ist dies auch nicht einfach in Erfahrung zu bringen.

 

Die Enstehung der Planeten in der Zukunft der Erde

Inwieweit Wisenschaftler mit dieser Theorie der Planetenentstehung richtig liegen, können wir noch nicht genau sagen. Aus nächster Nähe lässt sich dieser Vorgang nicht mehr beobachten. Unsere Planeten sind nun schon 4,5 Milliarden Jahre alt. Auf ihren Bahnen haben sie weitgehend alles aufgeräumt, was dort irgendwann einmal herumflog.

Dennoch erlebt z. B. die Erde einen Zuwachs von täglich mindestens 1000 Tonnen Material aus dem Weltall, das in Form von Staub und kleinen Metereoriten tagtäglich auf uns einprasselt. Das meiste davon nehmen wir gar nicht wahr, nur manchmal sehen wir eine Sternschnuppe vorbeihuschen oder auch ab und zu einen größeren Boliden. Wirklich große Brocken treffen uns heute nur noch selten (alle paar Millionen Jahre).