Schostakowitsch-Tage in Gohrisch

Schostakowitsch-Tage: Dass der Name Schostakowitsch bestimmt nicht bei allen Menschen für einen „Aha-Effekt“ sorgt und klassische Musik nicht unbedingt den aktuellen Mainstream bedient, dürfte auch den Veranstaltern der Feierlichkeiten klar sein. Doch das Festival zu den Internationalen Schostakowitsch-Tagen im sächsischen Gohrisch, welches vom 20. bis zum 23. Juni stattfindet, jährt sich 2019 bereits zum zehnten Mal. Das zeigt, was für eine Begeisterung ein russischer Komponist auch in der Gegenwart noch auslösen kann und wie ansprechend seine Werke aufbereitet werden.

Wer war Dmitri Schostakowitsch?

Geboren Anfang des 20. Jahrhunderts, erlebte Schostakowitsch einerseits wunderschöne Jahre, die von seinem großem musikalischem Erfolg geprägt waren und andererseits die menschlichen Abgründe der zwei Weltkriege. Ebenfalls sah sich der Komponist dem willkürlichem System der ehemaligen Sowjetunion ausgesetzt. Gefiehl den Machthabern seine Musik, erntete er nicht enden wollenden Ruhm. Setzte er sich allerdings kritisch mit dem System auseinander, oder schaffte Werke die Stalin nicht zusagten, musste er sich Sorgen machen der „Säuberung“ zum Opfer zu fallen. Dies war gleichbedeutend mit politisch motivierten Mordanschlägen. In seiner Musik verarbeitete er all seine Gefühle.

Zeit seines Lebens stellte Schostakowitsch sich entschlossen gegen den Faschismus, was er in einem seiner bekanntesten Werke, der „Leningrader Symphonie“ verarbeitete. Dieses Werk begründet seine Bekanntheit und machte ihn zu einem der renommiertesten Komponisten unserer Zeit.

Was bietet das Jubiläums-Festival?

Zum zehnjährigen Bestehen weiten die Veranstalter das Festival etwas aus. Dieses Jahr werden ebenfalls Werke der Komponisten Prokojew und Strawinsky gespielt. Sie lebten zur gleichen Zeit wie der namensgebende Künstler und leideten ebenfalls unter der Herrschaft Stalins.

Sie hören während der vier-tägigen Veranstaltung sowohl häufig gespielte Stücke, als auch eher unbekannte Juwelen. In dem abwechlungsreichen Programm erleben Sie nicht nur Orchesterkonzerte, sondern auch Kammerkonzerte und Stücke auf dem Klavier oder sogar auf dem Saxophon. Natürlich gibt aus auch abseits der Musik etwas zu entdecken. So finden geführte Rundgänge durch Gohrisch statt, bei denen Geschichten rund um Schostakowitschs Aufenthalte zum Besten gegeben werden.

Am letzten Tag des Festivals findet traditionell die Verleihung des Internationalen Schostakowitsch Preises statt. Geehrt wird dieses Jahr der lettische Dirigent Andris Nelsons. Nelsons ist unter anderem Gewandhaus-Kapellmeister in Leipzig und Music Director des Boston Symphony Orchestra. Er wuchs in der Sowjetunion, und damit mit der Musik von Schostakowitsch, auf.

Schostakowitsch-Tage

Ein Besuch des Kurortes in der Sächsischen Schweiz lohnt sich also vom 20. bis 23. Juni besonders. Wenn Ihr Interesse geweckt ist und Sie weitere Informationen über das Festival erfahren möchten, besuchen Sie die offizielle Website der Schostakowitsch-Tage.

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