Was macht eine Solequelle aus?

Wellness steht hoch im Kurs. Saunieren in verschiedenen Aufgüssen und Temperaturen, die Haut im Dampfbad reinigen und den Alltag im Whirlpool hinter sich lassen. Doch was ist eigentlich eine Solequelle? Worin unterscheidet sie sich von “klassischem” Wasser? Welche Wirkung hat sie auf Körper und Geist? Und für wen eignet sie sich? Die wichtigsten Antworten gibt es hier.

Was ist eine Solequelle?

Als Sole- oder Salzquelle wird im Allgemeinen eine natürliche Quelle bezeichnet, deren Salzgehalt mindestens zehn Gramm je Liter beträgt. Bereits in der Jungsteinzeit wurden sie etwa in Halle/Saale zur Salzgewinnung genutzt, seit der späten Eisenzeit finden sie immer wieder Anwendung zu therapeutischen Zwecken in Heilbädern oder Tinkturen. Heute werden sie zudem zur Herstellung kosmetischer Produkte eingesetzt.

Welche Wirkung hat die Thermalsole auf den Körper?

Solebäder enthalten bis zu sechs Prozent Salze. Je nach Therme variiert dieser Salzgehalt. Das Wasser der Toskana Therme Bad Sulza etwa kommt aus der stadteigenen “Johann-Agricola-Solequelle” und hat einen Salzgehalt von 3,5 Prozent. Sein pH-Wert ist mit 7,99 leicht basisch und eignet sich daher besonders für präventive, kurative und rehabilitative Zwecke.

Ein hoher Lithium-Anteil steigert den Serotoninspiegel, der sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und das Nervensystem auswirkt. Der hohe Natriumgehalt bindet Säurereste im Gewebe. Fluorid remineralisiert und Bromid beruhigt die Nerven. Jodid wirkt auf die Schilddrüsen, Eisen versorgt den Körper mit Energie und Mangan reguliert den Kohlenhydrat-, Eiweiß-, Cholesterin- und Fettstoffwechsel. Magnesium und Kalzium hemmen Entzündungen der Haut und Schleimhäute, wirken antiallergisch, desinfizieren, beruhigen und entschuppen die Haut.

Da das Wasser der Therme eine Temperatur von 35 bis 36 Grad hat, können sich die Poren der Haut schnell öffnen und alle Wirkstoffe der Sole resorbieren. Das bringt Körper, Geist und Seele in Einklang und sorgt für ein wohliges Gefühl.

Für wen eignet sich ein Bad im Solewasser?

Solequellen und Thermalsolen sind prinzipiell für jeden geeignet. Erfahrungen zeigen jedoch, dass besonders Rheuma-Erkrankte ihre Schmerzen lindern können und sich ein Bad im Wasser positiv auf ihre Beweglichkeit auswirkt. Neben der Rheumatherapie wird Salzwasser auch bei verschiedenen Hauterkrankungen, Stoffwechselstörungen und gynäkologischen Krankheiten eingesetzt.

Übrigens: Eine Studie des Europäischen Tourismus Institutes von 2008 hat die Qualität von Heilbädern und Kurorten in Deutschland verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Toskana Therme Bad Sulza zu den besten Heilbädern Deutschlands zählt. In der Thermenlandschaft stehen den Besuchern unter anderem fünf Kaskaden-Solepools mit Massagedüsen und Speier inklusive Kinder-Solebecken, drei beheizte Sole-Whirlpools sowie ein beheiztes Sole-Außenbecken zur Verfügung.